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Keine Weichmacher: Diese Kinder-Sonnencremes überzeugen Öko-Test mit „sehr gut“

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 28, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Keine WeichmacherDiese Kinder-Sonnencremes überzeugen Öko-Test mit „sehr gut“

Gut eincremen: Ein neuer Vergleich von „Öko-Test“ liefert erfreuliche Ergebnisse. Kindersonnencremes sind frei von bedenklichen Inhaltsstoffen.

Bedenkliche UV-Filter, verbotener Weichmacher: Was zuletzt über Kindersonnencremes zu lesen war, hat viele Eltern beunruhigt. Eine aktuelle Untersuchung zeigt: Die Hersteller sind aktiv geworden.

„Verbotener Weichmacher in Kinderurin nachgewiesen – Sonnencreme im Verdacht!“ Schlagzeilen wie diese haben in den vergangenen Jahren Eltern besorgt.

Mütter und Väter können nun am Sonnencreme-Regal wieder entspannter sein – zumindest wenn es nach einer aktuellen Untersuchung der Zeitschrift „Öko-Test“ geht (Ausgabe 6/2026).

22 Sonnencremes für Kinder haben sich die Testerinnen und Tester angeschaut – und in keiner davon gesundheitlich bedenkliche Inhaltsstoffe entdeckt. 13 schneiden mit der Bestnote „sehr gut“ ab. Bedenkliche UV-Filter, verbotene Weichmacher? Fehlanzeige.

Die Vorgeschichte: Was war mit Weichmachern im Urin?

Anfang 2024 hatte das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW in Urinproben von Kindergartenkindern den Stoff MnHexP nachgewiesen. Kurz danach entdeckte das Umweltbundesamt diesen auch im Urin von Erwachsenen. Dabei handelt es sich um ein Abbauprodukt des Weichmachers DnHexP. In der EU ist er in Kosmetik verboten, weil er als fortpflanzungsschädigend gilt.

Rasch rückte eine Produktgruppe als Ursache in den Fokus: Sonnencremes. Denn: Bei der Herstellung des UV-Filters DHHB („Diethylamino Hydroxybenzoyl Hexyl Benzoat“) kann es zu Verunreinigungen mit DnHexP kommen.

Im Mai 2025 fand „Öko-Test“ in einer Untersuchung von 25 Kindersonnencremes siebenmal den verbotenen Weichmacher. Es gab im Test aber auch Sonnencremes mit dem UV-Filter DHHB, die nicht mit DnHexP belastet waren.

Immerhin: Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) schrieb mit Blick auf die Weichmacher-Nachweise, dass gesundheitliche Beeinträchtigungen nicht zu erwarten seien. „Öko-Test“ rechnete vergangenes Jahr mit Blick auf die am stärksten belastete Sonnencreme vor: Eltern müssten ihr Kind täglich mit mehr als einem Kilo davon einschmieren, damit es bedenklich viel von dem Weichmacher aufnehmen könnte.

Die neuen Erkenntnisse von „Öko-Test“

In der aktuellen „Öko-Test“-Untersuchung ist das Bild ein ganz anderes: Nur in einem von 22 untersuchten Produkten konnten die Testerinnen und Tester DnHexP nachweisen – und auch hier lediglich in Spuren, also deutlich weniger als ein Milligramm pro Kilogramm.

Diese Marke müssen die Sonnencreme-Hersteller ab Januar 2027 einhalten – und schaffen es allesamt bereits jetzt. „In allen anderen Produkten, selbst in solchen, die DHHB enthalten, war DnHexP überhaupt nicht nachweisbar“, schreibt „Öko-Test“.

Gute Nachrichten für Eltern also. Und doch haben einige Produkte kleinere Schwächen: Eine Sonnencreme etwa erreicht nicht ganz den ausgelobten Lichtschutzfaktor von 50+, schützt aber dennoch gut. Schlechter als „befriedigend“ schneidet keine Sonnencreme ab.

Das sind die Preissieger

Wer sein Kind mit einer „sehr guten“ Sonnencreme zum möglichst kleinen Preis einschmieren will, kann zu einem dieser Produkte greifen:

  • Lacura Sun Kids Sonnenmilch 50+ (Aldi Süd, 3,45 Euro pro 200 Milliliter)

  • Lavozon Kids Sonnenmilch 50 (Müller Drogeriemarkt, 4,25 Euro pro 200 Milliliter) 

  • Sundance Kids Sonnenmilch 50 (Dm, 4,25 Euro pro 200 Milliliter)

Quelle: ntv.de, awi/dpa

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