Mehr als 2000 Militär-LastwagenBundeswehr gibt Milliarden-Bestellung bei Rheinmetall in Auftrag
Rheinmetall ist ein zentraler Partner der Bundeswehr. Jetzt meldet der Rüstungskonzern den nächsten Auftragseingang: Über 2000 Militär-Lastwagen soll die Bundeswehr in diesem Jahr erhalten. Die Bestellung dürfte das Umsatzwachstum des Unternehmens beschleunigen.
Rheinmetall liefert mehr als 2000 Militär-Lastwagen an die Bundeswehr. Der Auftrag habe ein Volumen von knapp über einer Milliarde Euro brutto, teilte der Düsseldorfer Rüstungskonzern mit. Mit den Fahrzeugen sollen die Transportkapazitäten und die Mobilität der Truppe für die Landes- und Bündnisverteidigung gestärkt werden. Die Bestellung ist die vierte aus einem im Jahr 2024 geschlossenen Rahmenvertrag, der die Lieferung von insgesamt bis zu 6500 Fahrzeugen vorsieht.
Die Lastwagen werden von der Rheinmetall-Tochter Rheinmetall MAN Military Vehicles gefertigt, einem Gemeinschaftsunternehmen der Düsseldorfer und des zum Volkswagen-Konzern gehörenden Lkw-Bauers MAN. Bei den Fahrzeugen handelt es sich um sogenannte Ungeschützte Transportfahrzeuge in drei verschiedenen Varianten. Etwa 1000 Fahrzeuge des Typs 8×8 mit vier Allradachsen sind für 15 Tonnen Nutzlast ausgelegt. Weitere rund 1000 Fahrzeuge der Typen 4×4 und 6×6 mit zwei beziehungsweise sechs Allradachsen können 3,5 Tonnen beziehungsweise 5 Tonnen Nutzlast transportieren.
Die Rheinmetall MAN Military Vehicles GmbH werde noch in der ersten Jahreshälfte mit der Auslieferung beginnen. Die überwiegende Zahl der Fahrzeuge soll im laufenden Jahr ausgeliefert werden. Rheinmetall nehme die Bestellung für das zweite Quartal in die Bücher.
Der Konzern betonte, Rheinmetall sei zentraler Partner für die Mobilität der Bundeswehr. Jüngst hatte das Unternehmen angekündigt, dass sich sein Umsatzwachstum im zweiten Quartal auch durch Bestellungen der Bundeswehr beschleunigen werde.
Im ersten Quartal wuchs der Umsatz von Rheinmetall um acht Prozent auf 1,9 Milliarden Euro und das operative Ergebnis um 17 Prozent auf 224 Millionen Euro. Der Zuwachs lag zwar auf einem hohen Niveau, er war aber deutlich schwächer als im ersten Quartal 2025. Damals konnte die Firma im Umsatz und Ergebnis noch um jeweils etwa die Hälfte zulegen.
Konzernchef Armin Papperger zeigte sich Anfang Mai zufrieden mit der Entwicklung und erklärte, insbesondere im zweiten Quartal 2026 rechne das Unternehmen mit großvolumigen Beauftragungen im Marine- sowie im Fahrzeugbereich. In der zweiten Jahreshälfte sollen die Geschäfte noch kräftiger anziehen, dann möchte die Firma fast zwei Drittel des Jahresumsatzes machen.
