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Startseite»Nachrichten»Erst Tiefflug, dann Allzeithoch: Dell profitiert mächtig von Nvidia-Innovation
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Erst Tiefflug, dann Allzeithoch: Dell profitiert mächtig von Nvidia-Innovation

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 1, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Erst Tiefflug, dann AllzeithochDell profitiert mächtig von Nvidia-Innovation

Die Börsianer hatten alle Hände voll zu tun zum Wochenbeginn. (Foto: AP Photo/Richard Drew)

An der Wall Street herrscht das pure Chaos im Schatten der US-iranischen Friedensgespräche. Einzig auf die Halbleiterindustrie ist Verlass. Sie punktet kräftig, während sich Gold verbilligt.

Die Nahost-Schlagzeilen haben einmal mehr den Handel an der Wall Street bestimmt. Nachdem sich die beiden Kriegsparteien USA und Iran am Wochenende neue Scharmützel geliefert hatten, lastete ein Bericht der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim auf der Stimmung: Laut diesem hatte der Iran aus Protest gegen die israelischen Angriffe im Libanon die Gespräche mit den USA ausgesetzt. Doch dann beruhigte US-Präsident Donald Trump die Gemüter, denn er teilte mit, dass Israel und die vom Iran unterstützte Hisbollah zugestimmt hätten, die Kampfhandlungen einzustellen – die Gespräche mit dem Iran liefen wieder an. Im Anschluss erholten sich die US-Börsen von den Tagestiefs und markierten Allzeithochs.

Der Dow-Jones-Index stieg um 0,1 Prozent auf 51.079 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite gewannen 0,3 bzw. 0,4 Prozent auf knapp 7600 bzw. 27.087 Zähler. Nach ersten Zählungen gab es an der Nyse 1328 (Freitag: 1160) Kursgewinner und 1451 (1614) Kursverlierer. Unverändert schlossen 46 (58) Titel.

„Ob der Juni die positive Entwicklung aus dem Mai fortsetzt, wird sicherlich davon abhängen, ob sich die Hoffnungen auf ein US-Iran-Abkommen erfüllen. Wir waren einem Abkommen noch nie so nah, aber möglicherweise auch noch nie so nah daran, dass alles scheitert, da vereinzelte Angriffe immer häufiger werden – auch wieder am Wochenende“, sagte Marktanalyst Jim Reid von der Deutschen Bank.

Nvidia beflügelt Dell und Microsoft

Im Zentrum der Aufmerksamkeit stand erneut der Halbleiter- und Softwaresektor. Der Aktienkurs von Nvidia kletterte um 6,3 Prozent. Die KI-Ikone hatte auf der Computex-Konferenz in Taiwan ihren neuen Superchip vorgestellt, den das Unternehmen als den „effizientesten jemals gebauten PC-Chip“ bezeichnete. Der Chip soll in Rechnern zum Einsatz kommen, auf denen KI-Agenten laufen.

Davon profitierten auch die Aktien von Unternehmen, in deren Laptops der neue Nvidia-Chip verbaut werden soll. Dell Technologies gewannen nach ihrem Kurssprung um rund 33 Prozent am Freitag nun weitere 10,8 Prozent. Microsoft verbesserten sich um 2,3 Prozent.

Aktien von Nvidia-Wettbewerbern gaben derweil nach. Intel verbilligen sich um 4,7 und Advanced Micro Devices (AMD) um 1,2 Prozent. Qualcomm büßten 8,8 Prozent ein. Der Softwarehersteller hatte in den vergangenen Jahren einen Vorstoß in das PC-Geschäft unternommen.

Software-Titel waren indes gesucht – gestützt von Aussagen von Nvidia-CEO Jensen Huang. Der erwähnte ausdrücklich Unternehmen wie Cadence Design Systems (plus 10,5 Prozent), Crowdstrike (plus 7 Prozent), Palantir (plus 2,6 Prozent) und ServiceNow (plus 9,3 Prozent) und trat Befürchtungen entgegen, dass KI deren Geschäft kannibalisieren könnte.

Die Aktie von Taylor Morrison Home sprang um rund 22,3 Prozent nach oben. Berkshire Hathaway übernimmt das auf Eigenheime spezialisierte Bauunternehmen.

Der Ölpreis zog in Reaktion auf die Nahost-Nachrichtenlage wieder an. Das Ausbleiben eines Durchbruchs in den Verhandlungen und erneute militärische Zwischenfälle sowie die weitere Blockade der Straße von Hormus trieben die Erdölpreise nach oben. Die Ölpreise kamen jedoch von ihren Tageshochs zurück, nachdem Trump Israel im Libanon zurückgepfiffen hatte. Die Verhandlungen mit dem Iran sollen laut Trump wieder aufgenommen werden. Brent-Öl verteuerte sich um 4,4 Prozent je Fass.

Die gestiegenen Ölpreise schürten wieder Inflationssorgen, am Anleihemarkt zogen daher die Renditen an – im Zehnjahresbereich um 2 Basispunkte auf 4,47 Prozent. Gestützt werden die Spekulationen auf steigende Leitzinsen auch durch starke Konjunkturdaten. Der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe und die Bauausgaben jeweils für April überraschten positiv. Davon profitierte der Dollar – der Dollarindex stieg um 0,3 Prozent. Höhere Marktzinsen belasteten den Goldpreis – dieser sank um 1,2 Prozent.

Mehr zum heutigen Börsengeschehen können Sie hier lesen.

Quelle: ntv.de, mpa/DJ

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Dr. Heinrich Krämer
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