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Startseite»Politik»Überreste von Buckelwal werden in dänischer Fabrik verarbeitet
Politik

Überreste von Buckelwal werden in dänischer Fabrik verarbeitet

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 9, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 09.06.2026 • 15:43 Uhr

Das Fett wird zu Biodiesel, alles andere zu Biomasse: Der Kadaver des in Dänemark angespülten Buckelwals sollen in einer Fabrik verwertet werden. Manche Knochen kommen ins Museum.

Nach der Obduktion und dem Transport von Teilen des toten Buckelwals auf das Festland werden die Überreste des Tiers in einer dänischen Fabrik verwertet. Das bestätigte die Firma Daka Dänemark, die sich des Kadavers annimmt.

In der Fabrik des Unternehmens in Randers werden die Überreste von Walen wie dem Buckelwal laut einem Sprecher zunächst in drei Bestandteile getrennt. Das Wasser wird gereinigt und in den Fjord geleitet. Alles Fett – zum Beispiel aus der Speckschicht des Wals – wird in Biodiesel umgewandelt. Und alles andere – Knochen, Sehnen und Haut – wird zu einer Art Mehl verarbeitet, die als Biomasse zur Verbrennung in einer Zementfabrik endet.

Der Buckelwal war vor einigen Wochen am Strand der dänischen Insel Anholt angespült worden. Die Obduktion des Tiers hatte vergangene Woche ergeben, dass der Wal ein Weibchen war. Die Todesursache blieb dagegen unklar.

Manche Knochen bleiben erhalten

Bei der mehrstündigen Untersuchung war der Wal geöffnet und zerteilt worden. Ein Bagger hatte die Teile des Kadavers in vorbereitete Container gehievt. Am Freitag waren die Überreste des Wals vom Strand entfernt und am Montag abtransportiert worden.

Manche Knochen kommen in die Sammlung des Naturhistorischen Museums in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Diese Teile wurden bereits am Freitag abgeholt.

Trackerdaten sollen „zügig“ ausgewertet werden

Der Wal war ab Ende März mehrfach vor der deutschen Ostseeküste gestrandet. Eine private Initiative hatte das geschwächte Tier Ende April mit einem Lastschiff Richtung Nordsee transportiert und dort später ausgesetzt.

An dem Wal hatte die Initiative einen Tracker angebracht, der an dem Tier entdeckt wurde. Die Trackerdaten sind laut dem Umweltministerium in Mecklenburg-Vorpommern inzwischen erhoben. Sie lägen der Initiative vollständig und dem Ministerium in Teilen vor, erklärte eine Sprecherin: „Die Daten sollen möglichst zügig abschließend ausgewertet werden. Sobald dies geschehen ist, wird die Öffentlichkeit über die hieraus folgenden Erkenntnisse informiert.“

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