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Startseite»Nachrichten»FIFA-Boss „sehr relaxed“: Infantino redet WM-Ticketpreise runter
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FIFA-Boss „sehr relaxed“: Infantino redet WM-Ticketpreise runter

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 10, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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FIFA-Boss „sehr relaxed“

Infantino redet WM-Ticketpreise runter

Die horrenden Ticketpreise bei der Fußball-WM erregen viele Fan-Gemüter. FIFA-Boss Gianni Infantino versteht den Unmut nicht. Dass in den USA ermittelt wird, ficht ihn nicht an.

Gianni Infantino hat die umstrittenen Ticketpreise bei der Fußball-WM verteidigt. Die Ermittlungen in den USA verfolgt der Präsident des Weltverbandes FIFA nach eigenen Worten „sehr relaxed“.

In Kalifornien schickte der Generalstaatsanwalt ein Schreiben an die FIFA, um mögliche Verstöße gegen kalifornisches Verbraucherschutzrecht zu prüfen. Die Generalstaatsanwältinnen von New Jersey und New York kündigten eine Untersuchung wegen Berichten über möglicherweise irreführende Ticketvergabepraktiken des Weltverbandes an.

Infantino erklärte im Pressezelt neben dem legendären Aztekenstadion: „Es ist nicht so, dass jemand aufwacht und die Preise festlegt.“ Der 56-Jährige verwies unter dem Dröhnen der überlasteten Klimaanlage auf die Preise für Eintrittskarten bei anderen Topsportarten in den USA.

Infantiono stellt FIFA als große Geberin dar

Der Einstiegspreis von 60 Dollar für WM-Karten sei der niedrigste in dem Vergleich, meinte Infantino. Genauso sei das beim Durchschnittspreis von 500 Dollar. „Bevor wir 6,5 Millionen Tickets verkauft haben, haben wir uns mit den besten Anwälten abgesprochen“, betonte Infantino, der immer wieder zwischen Englisch und Spanisch wechselte.

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Beim Thema Ticketpreise, das die Gemüter angesichts astronomischer Preise auf dem von der FIFA abgesegneten Zweitmarkt besonders erhitzt, verteidigte Infantino weiter das Vorgehen seines Verbandes. „Jeder Dollar, den wir generieren, fließt zurück in den Fußball.“ Wer investiere schon beispielsweise im Südsudan, fragte er und gab gleich die Antwort: „Wir tun es.“ Und das dank der Erträge.

Für das Finale der WM in New Jersey wurden auf dem Zweitmarkt auch schon Hospitality-Pakete für bis zu 600.000 Euro angeboten. Zwischenzeitlich standen hier sogar Endspiel-Tickets für mehrere Millionen Euro zum Verkauf. Eintrittskarten für Gruppenspiele zwischen den Außenseitern Haiti und Schottland oder zwischen Ghana und Panama waren aber ab 330 oder 440 Euro zu bekommen.

„Die FIFA ist auf einer Geisterbahnfahrt ins Nirwana“

FIFA hat „nicht alles im Griff“

Das US-Einreiseverbot für den somalischen Schiedsrichter Omar Artan bezeichnete Infantino als „unglücklich“. Die FIFA könne nicht alles im Griff haben. „Wir versuchen es, wir werden darüber sprechen, wir werden uns beraten, wir werden sehen“, sagte der Schweizer.

Manchmal, so Infantino weiter, sei es „gut, sich zu beruhigen, sich zu entspannen – wir arbeiten an allem, wir versuchen, alles zu lösen. Manchmal hat es den gegenteiligen Effekt, sofort anzuschreien und zu brüllen, anstatt eine Lösung zu finden.“ Die FIFA versuche stets, „Lösungen zu finden“, so Infantino: „Aber wir müssen respektieren, dass wir nicht die Könige der Welt sind, die über Regierungen und Polizeikräfte herrschen können. Wir sind eine Sportorganisation.“

Die Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada, die am Donnerstag (21 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) mit der Partie Mexiko gegen Südafrika beginnt, wird unter anderem durch Visa-Probleme überschattet. Neben Artan war auch Fans und Funktionären des Iran, der sich mit den USA im Krieg befindet, die Einreise zuletzt verwehrt worden. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen bat Infantino um Vertrauen in seinen Verband. „Leider ist unsere Welt eine sehr gefährliche und aggressive Welt, und die Sicherheit steht über allem. Man muss die Entscheidungen respektieren, die getroffen werden. Und wenn ich sage, man solle ‚entspannt bleiben‘, meine ich nicht, dass man nichts tun soll. Ich meine, dass man darauf vertrauen soll, dass wir hinter den Kulissen arbeiten. Wir versuchen, die Situation zu verstehen“, sagte der 56-Jährige.

Verwendete Quellen: ntv.de, mar/dpa/sid

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