Geldregen für Spieler?
FIFA will offenbar Transfer-Revolution
Wird es künftig einfacher, Fußballprofis aus ihren Verträgen rauszukaufen? Nach dem Willen der FIFA soll es so kommen. Die Profiteure wären die Spieler.
Das wäre eine großartige Nachricht für die wertvollsten Fußball-Profis der Welt: Nach Informationen der spanischen Sportzeitung „As“ will die FIFA die Transferregeln revolutionieren. Wie „As“ berichtet, will der Weltverband schon ab dem 1. Januar 2027 in den Verträgen von Fußball-Profis verpflichtend Ausstiegsklauseln verankern.
Einen entsprechenden Beschluss habe die FIFA in einer Sitzung in Mexiko-Stadt von FIFA-Verantwortlichen vor dem WM-Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika am Donnerstagabend getroffen.
Außerdem sollen Spieler künftig mit bis zu fünf Prozent an ihrem eigenen Transfererlös profitieren. In der Bundesliga sind Ausstiegsklauseln bislang – aus Sicht der Vereine – kaum mehr als ein notwendiges Übel, um zaudernde Profis von einem Wechsel zum Verein zu überzeugen, oder wechselwillige eigene Spieler doch noch einmal für einen Verbleib zu begeistern.
Causa Schlotterbeck
Für Aufsehen und Missmut hatte zuletzt das Vertragskonstrukt von Nationalspieler Nico Schlotterbeck bei Borussia Dortmund gesorgt: Der Innenverteidiger hatte nach monatelangen Verhandlungen seinen Vertrag beim Vizemeister verlängert. Gleichzeitig ließ sich der Spieler aber zusichern, bei Anfragen ausgesuchter Klubs für einen festgeschriebenen Betrag doch noch kurzfristig wechseln zu dürfen.
In der spanischen LaLiga sind Ausstiegsklauseln schon seit mehreren Jahren obligatorisch. Das führt in der Praxis jedoch nicht automatisch zu unkomplizierteren Superstar-Transfers, sondern für spektakuläre Abwehrmechanismen: So werden für Topspieler wie Lamine Yamal horrende Ablösesummen festgeschrieben: Das spanische Supertalent darf den FC Barcelona zwar vor Ablauf seines Vertrages verlassen, dafür müsste ein Interessent aber rund eine Milliarde Euro auf den Tisch legen. Auch dem 2023 als deutschem U17-Nationalmannschaftskapitän zum FC Barcelona gewechselten Noah Darwich soll ein entsprechendes Preisschild umgehängt worden sein.
Verwendete Quellen: ntv.de, ter
