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Startseite»Nachrichten»Wirtschaftsreform auf US-Druck: Kubas Regierung lässt sich auf Privatisierungen ein
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Wirtschaftsreform auf US-Druck: Kubas Regierung lässt sich auf Privatisierungen ein

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 12, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Wirtschaftsreform auf US-DruckKubas Regierung lässt sich auf Privatisierungen ein

Kubas Präsident Miguel Diaz-Canel (2.v.l) richtet sein Fähnchen nach dem Wind aus Washington. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Die Regierung in Havanna will mehr Privatwirtschaft zulassen und staatliche Eingriffe zurückfahren. Ganz freiwillig geschieht das allerdings nicht. Zuletzt haben Sanktionen und Drohungen aus Washington die kommunistische Diktatur in Kuba eingeschnürt.

Die kubanische Regierung hat unter enormem Druck aus Washington erneut Schritte zur Liberalisierung der Wirtschaft des Landes unternommen. Weitere Wirtschaftssektoren würden für Privatunternehmen geöffnet und das Genehmigungsverfahren für neue Unternehmen gestrafft werden, teilte der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel in einer Fernsehansprache mit. Diese Reformen würden „bald diskutiert und sehr zügig verabschiedet werden“.

Im Jahr 2021 waren in Kuba private Unternehmen zugelassen worden, die bis zu 100 Personen beschäftigen dürfen. Seither sind sie zu einem zunehmend wichtigen Bestandteil der kubanischen Wirtschaft geworden. Seit Februar ist es ihnen erlaubt, Treibstoff zu importieren, ein Bereich, der zuvor ausschließlich vom Staat kontrolliert wurde.

US-Sanktionen: Private verlassen das Land

Die Regierung in Havanna will privaten Unternehmen nun ermöglichen, zu gleichen Bedingungen wie ausländische Investoren in die Wirtschaft der Karibikinsel zu investieren. Zuletzt hatten einige ausländische Investoren das Land aus Sorge vor US-Sanktionen verlassen. Díaz-Canel erklärte außerdem, die Regierung erwäge, staatliche Zwischenhändler bei Ein- und Ausfuhrgeschäften abzuschaffen.

Washington erhöht seit Monaten kontinuierlich den Druck auf Havanna. Kubanische Regierungsvertreter warfen Washington vor, einen Vorwand für einen militärischen Angriff gegen die sozialistisch regierte Insel zu suchen. US-Präsident Donald Trump drohte bereits mehrmals damit, „die Kontrolle“ über das Land zu übernehmen.

Der nur etwa 145 Kilometer von der Südspitze des US-Bundesstaats Florida entfernte Karibikstaat unterliegt seit 1962 einem US-Wirtschaftsembargo. Derzeit steckt Kuba in der schwersten Wirtschaftskrise seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion, das Land leidet unter Stromausfällen und Treibstoffmangel.

Quelle: ntv.de, mau/AFP

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