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Startseite»Nachrichten»Ölpreis fällt, SpaceX hebt ab: Wall Street setzt auf Ende des Iran-Kriegs
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Ölpreis fällt, SpaceX hebt ab: Wall Street setzt auf Ende des Iran-Kriegs

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 12, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Ölpreis fällt, SpaceX hebt abWall Street setzt auf Ende des Iran-Kriegs

Fallende Ölpreise lindern die Inflationsangst. (Foto: AP Photo/Richard Drew)

Der fulminante Börsengang von SpaceX sorgt bereits für Abverkäufe von Konkurrenz-Aktien. US-Anleger nehmen Gewinne mit und sortieren ihr Portfolio neu. Optimismus herrscht an der Wall Street mit Blick auf den Nahen Osten.

Mit kleinen Kursgewinnen haben die US-Börsen den Handel zum Wochenschluss beendet. Unterstützung erhielt der Markt von deutlich fallenden Ölpreisen und dem erfolgreichen SpaceX-Börsendebüt. Der Dow-Jones-Index stieg um 0,7 Prozent auf 51.202 Punkte. Der S&P-500 rückte um 0,5 vor und der Nasdaq-Composite um 0,3 Prozent. An der Nyse wurden 1820 (Donnerstag: 2003) Kursgewinner gesehen, denen 941 (772) -verlierer gegenüberstanden. Unverändert schlossen 66 (75) Titel.

Am Vortag war es mit den Kursen steil nach oben gegangen, nachdem US-Präsident Donald Trump von seinen angekündigten Militärschlägen gegen den Iran Abstand genommen hatte. In den sozialen Medien vermeldete Trump, dass alle Beteiligten den Erörterungen und Endpunkten sowohl im Konzept als auch in den Details zugestimmt hätten. Der Iran widersprach zunächst; es sei keine endgültige Entscheidung über das Abkommen getroffen worden. Doch später ließ der iranische Außenminister Abbas Araghtschi verlauten, eine Einigung sei „niemals näher gewesen“.

Die Ölpreise gaben im Tagesverlauf weiter nach. Das Barrel Brentöl verbilligte sich um 4 Prozent auf 86,81 Dollar. Das linderte Inflations- und Zinserhöhungsängste. Am Anleihemarkt legten die Renditen nach ihrem jüngsten Rücksetzer gleichwohl leicht zu. Die Zehnjahresrendite stieg um 2 Basispunkte auf 4,48 Prozent. Der Dollar tendierte knapp behauptet. Er war in der optimistischen Stimmung nicht als „sicherer Hafen“ gefragt. Auf dem Greenback laste auch der gesunkene Ölpreis, denn die USA seien ein Netto-Ölexporteur, hieß es aus dem Handel. Konjunkturseitig wurde nur der Uni-Michigan-Index der Verbraucherstimmung veröffentlicht. Er stieg Mitte Juni auf 48,9 von 44,8 im Mai, blieb damit aber unter der Expansionsschwelle von 50,00. Volkswirte hatten einen Anstieg auf 46,0 erwartet.

Erste Umschichtungen bei Raumfahrt-Aktien

Zentrales Thema am Markt war jedoch der Börsengang von SpaceX. Die Aktien von Elon Musks Raumfahrt- und KI-Unternehmen wurden zum Kurs von 135 Dollar ausgegeben, womit dem Unternehmen die Rekordsumme von 75 Milliarden Dollar zufließen wird. Der erste Kurs lag bei 150 Dollar, zum Handelsschluss stand die Aktie bei 160,95 Dollar. Damit knackte der Börsenwert von SpaceX die Marke von 2 Billionen Dollar.

Aktien des Raumfahrtsektors, die am Vortag kräftige, teils prozentual zweistellige Kursgewinne verbucht hatten, wurden abverkauft. Anleger dürften hier Gewinne mitgenommen haben, möglicherweise mit der Absicht, diese in SpaceX umzuschichten. Virgin Galactic stürzten um 32 Prozent ab. Rocket Lab fielen um rund 11 Prozent und Ast Spacemobile um 15,5 Prozent.

Gewinnmitnahmen drückten auch Aktien mit KI-Bezug, die aber am Vortag ebenfalls teils zweistellig zulegt hatten. Super Micro Computer fielen um 4,8 und Micron um 1,4 Prozent. Adobe verbilligten sich um 6,8 Prozent. Das Softwareunternehmen hatte zwar Rekordzahlen für sein zweites Geschäftsquartal vorgelegt und damit auch die Erwartungen des Marktes übertroffen, doch wie bei anderen Branchenunternehmen auch bezweifelten die Anleger, dass sich die hohen Investitionen in KI-Anwendungen für den Konzern auszahlen werden.

Adobe hatte KI-Angebote ohne sofortige Bezahlschranke angekündigt, mit denen das Unternehmen neue Kunden gewinnen will. Auch der Abgang des Adobe-Finanzchefs, der zum Chipkonzern Marvell Technology wechselt, kam nicht gut an. Marvel schlossen 0,4 Prozent im Minus.

Alles Weitere zum heutigen Börsengeschehen finden Sie hier.

Quelle: ntv.de, mau/DJ

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