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Phishing unter falschem Namen: Vorsicht, Betrüger geben sich als Verbraucherschützer aus

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 15, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Phishing unter falschem NamenVorsicht, Betrüger geben sich als Verbraucherschützer aus

Bloß keine persönlichen Daten eingeben, wenn die falschen Verbraucherschützer danach fragen.

„Wer ist hier die echte Verbraucherzentrale?“, fragt man sich bei dieser Warnung der Verbraucherzentrale vor einer neuen Betrugsmasche. Und genau hinsehen lohnt, denn die falsche VZ klaut Ihre Daten.

Nicht alles, was aussieht wie eine Ente, ist auch eine. Und genau so verhält es sich mit einer gefälschten Website, vor der die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg (VZBW) warnt. Und das ist nur ein Teil der Masche. Der Fall der falschen Verbraucherzentrale:

  • Die echten Verbraucherschützer berichten von Anrufen, vermeintlich im Namen der Verbraucherzentrale.

  • Die Anrufer versprechen am Telefon Hilfsangebote. Dafür muss man nur eine bestimmte Website aufrufen.

  • Die sieht der Website der echten Verbraucherzentrale sehr ähnlich, nutzt die gleichen Logos und eine täuschend ähnliche – allerdings veraltete – Aufmachung.

  • Wer hier allerdings persönliche Daten wie Telefonnummer, Name, Mail oder Bankdaten eingibt, schenkt sie den betrügerischen Machern hinter der Website.

Also Vorsicht am Telefon und im Netz. Denn Betrugsversuche im Namen seriöser Organisationen wie Polizei, Behörden oder Verbraucherschutz kommen immer wieder vor. Die VZBW hat dazu im Netz schon eine Liste bereitliegen. Von vermeintlichen Datenabgleichen über Gewinnspielteilnahmen oder der Löschung eigener Daten aus Datenlecks sind alle Spielarten des Betrugs dabei.

Was Sie gegen Betrug am Telefon und im Netz tun können

Es gibt ein paar Vorsichtsmaßnahmen, die immer greifen – und einen konkreten Rat der Verbraucherzentrale für diesen Fall:

  • Bei unverlangten Anrufen immer vorsichtig sein, egal von wem sie kommen. Im Zweifel direkt auflegen.

  • Nicht von Anrufern auf Webseiten locken lassen und auch keine Software auf dem Rechner installieren für etwaige „Fernwartung“ oder Virenentfernung.

  • Keine persönlichen Daten eingeben, schon gar nicht zur vermeintlichen Verifikation mit Bestandsdaten oder weil sonst das Konto gesperrt werden müsste. 

  • Falls man doch solche Daten eingegeben hat, etwa Bankdaten, regelmäßig das Konto auf unerlaubte Abbuchungen prüfen. Es kann sich lohnen, präventiv die Bank zu informieren, dass man Opfer von Phishing geworden ist.

  • Sollten auch Passwörter verraten worden sein, diese unverzüglich ändern – dabei am besten gleich ein neues sicheres Passwort wählen. Mindestens 8-12 Zeichen, Groß- und Kleinschreibung und Zahlen dabei verwenden.

Und ganz konkret im Falle der vermeintlichen Verbraucherzentrale am Telefon, teilte die echte Organisation mit, Verbraucherinnern und Verbraucher würde nicht einfach so per Anruf Hilfe oder Beratung angeboten. Auch würden diese nicht dazu aufgefordert, Daten auf der Homepage einzugeben.

Ist also vermeintlich die VZBW am Telefon, dann ist es nicht die echte Verbraucherzentrale und sie können den Betrügern mit einem einfachen Druck auf den Auflege-Knopf das Geschäft vermiesen.

Quelle: ntv.de, awi/dpa

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