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Startseite»Politik»Iranische Atomanlagen: IAEA-Chef rechnet mit Inspektionen in Iran
Politik

Iranische Atomanlagen: IAEA-Chef rechnet mit Inspektionen in Iran

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 24, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 24.06.2026 • 12:26 Uhr

Die Internationale Atomagentur plant Inspektionen iranischer Atomanlagen, doch Iran hat noch nicht zugestimmt. Gespräche über Zeitpläne laufen. Hintergrund ist die Kontrolle von hoch angereichertem Uran.

Die Internationale Atomenergieagentur IAEA wird nach Angaben ihres Chefs Rafael Grossi Irans Atomanlagen inspizieren. Dies sei Teil des Rahmenabkommens zwischen Iran und den Vereinigten Staaten, sagte er. „Ob das übermorgen, nächste Woche oder in zehn Tagen passiert, ist eine wichtige, aber keine essenzielle Frage. Es wird passieren.“

Irans Außenamtssprecher Ismail Baghai hatte am Dienstag in Teheran gesagt, dass aktuell keine Inspektionen kriegsbeschädigter Atomanlagen durch die IAEA geplant seien. Dazu gehören unter anderem die Anlagen, in denen beinahe atomwaffentaugliches Uran gelagert wird.

Ablaufpläne sollen bald erstellt werden

Der IAEA-Chef verwies hingegen auf die Rahmenvereinbarung zwischen den USA und Iran, wonach das Uran unter der Aufsicht der IAEA zumindest verdünnt werden soll. Dies sei von den Staatsoberhäuptern Irans und der USA vereinbart worden.

„Dazu müssen wir klarerweise inspizieren“, sagte Grossi. In Kürze werde an den entsprechenden Zeit- und Ablaufplänen gearbeitet, die Inspektionen würden in Zusammenarbeit mit der iranischen Regierung durchgeführt.

Iran hat Inspektionen noch nicht zugestimmt

US-Vizepräsident JD Vance hatte zum Ende seiner jüngsten Gespräche mit der iranischen Seite in der Schweiz gesagt, Iran wolle wieder Inspektoren der IAEA ins Land lassen. Einen Zeitplan dafür gebe es noch nicht.

Irans Botschafter bei den Vereinten Nationen in Genf, Ali Bahreini, hatte hingegen festgehalten, dass Teheran der Entsendung der Inspektoren zur Überwachung von Atomaktivitäten noch nicht zugestimmt habe. Ob Inspektoren wieder nach Iran reisen, sei Gegenstand der Gespräche einer Arbeitsgruppe, die erst noch zusammentreten müsse, sagte Bahreini.

Iran verfügt nach Angaben der IAEA über rund 440 Kilogramm an hoch angereichertem Uran mit einem Reinheitsgrad von etwa 60 Prozent. Damit könnten laut Fachleuten mehrere Atombomben gebaut werden, wenn das Material zuvor bis 90 Prozent angereichert würde. Teheran bestreitet solche Pläne und hat sich auch in dem Rahmenabkommen erneut dazu verpflichtet, keine Atomwaffen anzuschaffen oder zu entwickeln.

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