Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat ein neues Kriegsschiff in Dienst gestellt. Das Land plant pro Jahr den Bau zweier großer Zerstörer, die mit Atomwaffen bestückt werden können – und spricht von Selbstverteidigung.
Das international weitgehend isolierte Nordkorea rüstet seine Marine massiv auf. „Das Programm zur Ausrüstung der Marine mit Atomwaffen verläuft zielstrebig nach Plan“, sagte Machthaber Kim Jong Un nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA in der Hafenstadt Nampo.
Dort stellte er ein neues Kriegsschiff der 5.000-Tonnen-Klasse in den Dienst der Marine. Ein weiteres soll bald folgen, wie KCNA berichtete. Außerdem, so Kim, wolle das Land pro Jahr zwei solcher Schiffe bauen. Darüber hinaus seien Zerstörer der 10.000-Tonnen-Klasse geplant.
Die nun in Dienst gestellte „Choe Hyon“ ist KCNA zufolge mit einer Reihe von Systemen ausgestattet, darunter Flugabwehr- und Anti-Schiffs-Waffen sowie nuklear bestückbare ballistische Raketen und Marschflugkörper. Südkoreanische Vertreter und Experten gehen davon aus, dass das Schiff wahrscheinlich unter russischer Beteiligung gebaut wurde.
Machthaber Kim spricht von Abschreckung
Kim warf den USA und Südkorea dem Bericht zufolge vor, die Region „an den Rand eines Atomkriegs“ zu bringen und verwies dabei auf die Pläne zum Bau eines Atom-U-Boots für die südkoreanische Armee. Angesichts solcher Entwicklungen müsse Nordkorea zu seiner Selbstverteidigung die „Abschreckung weiter ausbauen und stärken“, sagte Kim laut KCNA.
Der UN-Sicherheitsrat hat wegen Nordkoreas Atomwaffen- und Raketenprogramms zahlreiche Sanktionen gegen das Land verhängt. Pjöngjang treibt seine Aufrüstung dennoch weiter voran. 2023 verankerte Nordkorea seinen Status als Atommacht auch in seiner Verfassung.
