Deutschlands Handynetze sind besser geworden – aber mancherorts ist die Verbindung immer noch schlecht. Über eine App sollen Nutzer nun eine Woche lang genau diese Funklöcher melden.
Deutschlands Handynutzer sind bis zum 1. Juli aufgerufen, über eine App Funklöcher zu melden. Das soll den Behörden und Netzbetreibern einen genaueren Überblick verschaffen, wo Schwächen im Netz liegen.
Mobilfunk-Messwoche als Testphase
Unter dem Hashtag #CheckDeinNetz starten das Bundesdigitalministerium und die Bundesnetzagentur eine einwöchige Mitmach-Aktion. Genutzt werden soll die App „Mobilfunk-Check“. Damit wird festgehalten, wo die Übertragung schlecht oder gar nicht vorhanden ist.
Die Messwoche fand bundesweit erstmals im vergangenen Jahr statt. Auch außerhalb dieses Zeitraums kann man Messungen über die Behördenapp machen. Während der Messwoche machten die Menschen im vergangenen Jahr deutlich mehr Tests als sonst.
Funklöcher variieren zwischen Mobilfunkanbietern
Laut Bundesnetzagentur gab es im Dezember 2025 auf 0,22 Prozent der gesamten Fläche Deutschlands Funklöcher. An diesen Orten gibt es also überhaupt keinen Handy-Empfang. 7,5 Prozent Deutschlands werden zudem nicht mit einem 4G-Übertragungsstandard abgedeckt, 12,1 Prozent bleiben ohne 5G-Netz.
Allerdings sind das eher theoretische Werte, da die meisten Handy-Nutzer nur Zugang zu einem Handynetz haben. Betrachtet man die Netzbetreiber jeweils einzeln, erreicht die Telekom laut Bundesnetzagentur 1,2 Prozent der Landesfläche überhaupt nicht, 7,5 Prozent nicht mit 4G und 12,1 Prozent nicht mit 5G. Die Werte der Konkurrenten Vodafone und O2 sind schlechter.
