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Startseite»Nachrichten»Hoffnung für Vermisste schwindet: Dreijähriger sechs Tage nach Erdbeben in Venezuela gerettet
Nachrichten

Hoffnung für Vermisste schwindet: Dreijähriger sechs Tage nach Erdbeben in Venezuela gerettet

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 1, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Hoffnung für Vermisste schwindetDreijähriger sechs Tage nach Erdbeben in Venezuela gerettet

Nach seiner Rettung wird der kleine Junge medizinisch versorgt. (Foto: Jordan Public Security/REUTERS)

Sechs Tage nach dem Doppelbeben in Venezuela gibt es ein seltenes Wunder zwischen Trümmern und vielen Toten. Die Rettungskräfte können einen Dreijährigen lebend bergen. Doch für viele Vermisste schwindet die Hoffnung.

Sechs Tage nach dem verheerenden Doppel-Erdbeben in Venezuela ist ein Dreijähriger nach Angaben jordanischer Rettungskräfte lebend aus den Trümmern geborgen worden. Der Junge habe vor Ort Erste Hilfe erhalten und sei in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte der jordanische Zivilschutz mit. Am 24. Juni hatten zwei starke Erdbeben Venezuela erschüttert, bis Dienstag wurden mehr als 1900 Todesopfer geborgen.

Gleichzeitig wurden nach Angaben von Parlamentspräsident Jorge Rodríguez mehr als 6400 Menschen von Suchmannschaften lebend gerettet. Die tatsächliche Zahl der Überlebenden liege wahrscheinlich eher bei 20.000, wenn die tausenden Menschen berücksichtigt würden, die unter Trümmern begraben waren und „entweder aus eigener Kraft oder mit der Hilfe von Freunden oder der Familie herauskommen konnten“, sagte Rodríguez.

Mindestens 1943 Menschen kamen ums Leben, viele weitere werden noch vermisst. Unter den noch immer Vermissten sind auch mehr als 100 Venezolaner, die am Mittwoch von den USA in ihr Heimatland abgeschoben worden waren. Sie waren in einem Hotel in La Guaira untergebracht, das bei dem Beben einstürzte. Die Küstenstadt nördlich der Hauptstadt Caracas ist besonders stark getroffen worden. Mehrere Deportierte überlebten dem US-Sender CNN zufolge den Einsturz des Hotels, aber viele Angehörige haben seitdem nichts von ihren Verwandten gehört.

Rettungskräfte durchsuchen noch immer die Trümmer des Hotels, um Überlebende zu finden. Doch Tage nach der Katastrophe schwindet die Hoffnung. Einige Angehörige der Vermissten sagten gegenüber CNN, sie wollten einfach nur ihre Lieben würdevoll bestatten können. Ein Sprecher des US-Heimatschutzministeriums erklärte, dass die Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) zum Zeitpunkt der Erdbeben nicht mehr für die Abgeschobenen verantwortlich war.

Die zwei Beben hatten sich am Mittwoch vergangener Woche im Abstand von nur 39 Sekunden westlich der Hauptstadt Caracas ereignet. Die Erdstöße hatten eine Stärke von 7,2 und 7,5, es gab dutzende Nachbeben. Nach jüngsten offiziellen Angaben wurden mehr als 10.500 Menschen verletzt. Tausende Menschen werden nach UN-Angaben noch vermisst.

Quelle: ntv.de, sba/AFP

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