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Startseite»Nachrichten»Anleger suchen das Weite: Darum endet der Goldrausch
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Anleger suchen das Weite: Darum endet der Goldrausch

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 1, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Anleger suchen das Weite Darum endet der Goldrausch

01.07.2026, 14:56 Uhr Von Jan Gänger
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Im Tresor verwahrt, an der Börse unter Druck (Foto: REUTERS)

Vom Rekordhoch zur schärfsten Korrektur seit Jahren: Gold verbilligt sich kräftig. Die Gründe dafür liegen nicht nur bei der US-Notenbank.

Noch zu Jahresbeginn schien die Rallye unaufhaltsam, Gold jagte von Rekord zu Rekord. Doch inzwischen hat sich die Stimmung komplett gedreht. Der Preis für eine Feinunze des Edelmetalls rauschte unter die Marke von 4000 Dollar, und das Edelmetall blickt auf das schwächste Quartalsergebnis seit mehr als zehn Jahren zurück.

Seit dem im Januar erreichten Rekordhoch von knapp 5595 US-Dollar hat sich Gold um rund 29 Prozent verbilligt. Der wichtigste Grund dafür ist die Aussicht auf eine restriktivere Geldpolitik in den US-Notenbank.

Höhere Zinsen erhöhen die Attraktivität verzinslicher Anlagen wie US-Staatsanleihen und wirken sich traditionell negativ auf Gold aus, das selbst keine laufenden Erträge abwirft. Zusätzlichen Gegenwind erhält der Goldpreis durch die Stärke des US-Dollars sowie die Entwicklungen im Nahen Osten.

Lieber KI-Aktien als Gold

Während der Krieg in der Region zunächst die Ölpreise und damit auch die Inflationserwartungen steigen ließ, sorgte das zwischenzeitliche US-Iran-Abkommen für sinkende Energiepreise. Gleichzeitig stellt sich der Markt darauf ein, dass die hartnäckige Inflation die US-Notenbank dennoch bald zu Zinserhöhungen veranlassen könnte. Die jüngsten Signale der Federal Reserve unter ihrem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh haben diese Erwartungen verstärkt.

Deshalb ändert sich das Anlegerverhalten deutlich. Nach der von Spekulation und Zinssenkungshoffnungen befeuerten Rally lösen Investoren ihre auf Kredit finanzierten Goldwetten auf. Anleger ziehen außerdem ihr Geld aus Fonds ab, die in Gold investieren. Dem World Gold Council zufolge war der Juni der zweite Monat in Folge mit Nettoabflüssen. Zusätzlich belasten neue Beschränkungen chinesischer Banken für den Goldhandel privater Anleger die Nachfrage und erhöhen den Verkaufsdruck am Markt.

Zudem schichten Investoren verstärkt in wachstumsstarke Technologiewerte um. Vor allem KI-Aktien, Chiphersteller und der Rekordbörsengang von SpaceX ziehen Kapital an, das zuvor in Gold investiert war.

Quelle: ntv.de

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