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„Bitte, bitte keine Besuche“: Jörg Dahlmann steht vor schwerer Leber-OP

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 1, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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„Bitte, bitte keine Besuche“Jörg Dahlmann steht vor schwerer Leber-OP

Hofft, den Krebs erneut zu besiegen: Jörg Dahlmann. (Foto: picture alliance/dpa)

Es ist das vierte Mal, dass Ex-Fußball-Kommentator an Krebs erkrankt. Dieses Mal ist seine Leber betroffen. Bevor er sich deshalb einer dringenden Operation unterzieht, richtet er eine inständige Bitte an seine Fans.

Kurz vor einer schweren Operation hat sich Moderator Jörg Dahlmann mit einem eindringlichen Appell an die Followerinnen und Follower seines Instagram-Accounts gewandt. „Bitte, bitte keine Besuche! Und auch keine Blumen schicken“, schreibt der 67-Jährige aus der Universitätsmedizin Mainz. „Geht bald los mit der Operation“, führt der frühere Fußball-Kommentator in einem dazugehörigen Clip aus.

Wenn überhaupt jemand einen Besuch plane, dann sollte dieser mit seiner Partnerin Claudia abgesprochen werden, bittet Dahlmann. „Und auch keine Blumen schicken, auf gar keinen Fall bitte. Da würdet ihr mir einen großen Gefallen tun“, fügt er hinzu.

Es werde „ein schwerer Weg“, schreibt Dahlmann in seinem Beitrag. „Dank des besten Leber-Chirurgen in Deutschland“ und seines Teams sei er jedoch zuversichtlich. Seine Fans stimmt er auf eine längere Funkstille ein: „Die nächste Zeit werde ich auf der Intensivstation verbringen.“

Heikler Eingriff

Dazu formuliert Dahlmann einen Wunsch, der die Schwere der Lage erahnen lässt: „Ich wünschte, das alles wäre Vergangenheit und ich könnte wieder mit Freude am normalen Leben teilhaben.“ Er verspüre Angst, aber: „Hauptsache am Ende des Tunnels ist Licht!“

Hinter dem Klinikaufenthalt steckt eine ernste Diagnose: Bei Dahlmann wurde Leberkrebs festgestellt – bereits die vierte Krebserkrankung seines Lebens. Warum die Ärzte keine Zeit verlieren wollen, erklärte er gegenüber der „Bild“-Zeitung so: „Die OP eilt, denn die Krebszellen vermehren sich schnell in dem kranken Organ.“

Der Eingriff, der am Donnerstag stattfinden soll, ist heikel: Die Mediziner wollen den befallenen rechten Leberlappen entfernen und hoffen, dass der linke Teil des Organs nachwächst und dessen Aufgaben übernimmt. Anschließend stehen für Dahlmann mehrere Tage auf der Intensivstation an.

Lebensgefährtin steht ihm bei

Allein muss er diese Zeit nicht durchstehen. Seine Lebensgefährtin Claudia Pöhlmann begleitet ihn ins Krankenhaus. „Dafür bin ich ihr dankbar. Wenn ich aus der Narkose aufwache, wird sie an meinem Bett sein. Das ist doch ein Liebesbeweis“, sagte er der Zeitung.

Dahlmanns Krankengeschichte reicht weit zurück. 2005 erhielt er die Diagnose Darmkrebs, es folgten Hautkrebs und 2016 Prostatakrebs – jedes Mal war eine Operation nötig. Verantwortlich für die wiederkehrenden Erkrankungen ist das sogenannte Lynch-Syndrom, eine erbliche Veranlagung, die das Krebsrisiko drastisch erhöht.

Aus seiner eigenen Erfahrung leitet der Moderator einen dringenden Rat ab. „Zum Glück wurde der Krebs bei mir immer frühzeitig entdeckt und ich habe überlebt“, sagte er der „Bild“-Zeitung. „Deshalb kann ich nur allen raten: Geht regelmäßig zur Vorsorge!“

„Eine Scheißdiagnose“

Wie sehr ihn die neuerliche Erkrankung mitnimmt, machte Dahlmann zudem im „Mallorca Magazin“ deutlich. „Im Moment geht es mir natürlich so lala. Es ist eine Scheißdiagnose, da muss man nichts beschönigen. Das beschäftigt einen von morgens bis abends“, sagte er. Er sei zwar ein optimistischer Mensch, doch die Sorge schwingt mit: „Es ist meine vierte Krebsdiagnose. Irgendwann ist auch mal Feierabend. Aber ich hoffe sehr, dass das diesmal noch reparabel ist.“

In seinem Instagram-Beitrag dankt Dahlmann all jenen, die ihn bis hierhin unterstützt hätten. Außerdem wolle er sich bei denjenigen entschuldigen, „die ich vielleicht als Reporter genervt habe. Ich habe meinen Job immer mit Inbrunst und Freude gemacht. Und auch Reality-TV hat mir riesigen Spaß bereitet. Und da habe ich noch viel vor.“

Als Sportmoderator kommentierte Dahlmann viele Jahre lang in erster Linie Fußball-Spiele, unter anderem für das ZDF, den einstigen Pay-TV-Kanal Premiere und Sat.1. In der jüngeren Vergangenheit sah man ihn zudem in Reality-TV-Formaten wie „Promi Big Brother“ (2022) und „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ (2025).

Quelle: ntv.de, vpr/spot

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