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Politik

Trump lobt indirekte Gespräche mit Iran in Katar

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 1, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 01.07.2026 • 16:19 Uhr

In Katar fanden erneut indirekte Gespräche zwischen den USA und Iran über einen dauerhaften Waffenstillstand statt. US-Präsident Trump erklärte, die Denuklearisierung Irans komme gut voran.

Vertreter der USA und Irans sind in der katarischen Hauptstadt Doha zu indirekten, technischen Gesprächen über den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus und einen dauerhaften Waffenstillstand zusammengekommen. US-Präsident Donald Trump äußerte sich optimistisch über das Verhältnis der USA zu Iran und die jüngsten Gespräche in Katar.

Die Denuklearisierung Irans komme gut voran, sagte Trump vor Journalisten. „Wir kommen sehr gut miteinander aus“, ergänzte er.

Kushner und Witkoff führen Gespräche via Katar

Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und der Sondergesandte Steve Witkoff führen vorbereitende Gespräche mit dem katarischen Ministerpräsidenten, nehmen jedoch nicht selbst an den Verhandlungen teil. Irans Außenamtssprecher Esmail Bakaei sagte, die iranische Delegation in Doha werde von Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi angeführt. Katar vermittelt in dem Konflikt gemeinsam mit Pakistan.

Gharibabadi betonte, es gebe in den kommenden Tagen „keine Pläne für Verhandlungen mit der amerikanischen Seite auf irgendeiner Ebene“. Er wies damit eine frühere Ankündigung von US-Präsident Donald Trump zurück, wonach in Katar direkte Gespräche vorgesehen seien.

Am Dienstag hatten sich Witkoff und Kushner nach Angaben des katarischen Außenamtssprechers Madsched al-Ansari mit Katars Regierungschef Scheich Mohammed bin Abdulrahman al-Thani getroffen. Dabei sei es um die Verhandlungen mit Iran sowie die Lage im Libanon gegangen.

Schiff in Straße von Hormus auf Grund gelaufen

Unterdessen ist in der Straße von Hormus nach iranischen Angaben ein ausländisches Containerschiff auf Grund gelaufen. Das Schiff sei in flache Gewässer außerhalb der von den iranischen Behörden festgelegten Route geraten, melden staatliche Medien.

Diese wiederholten zudem eine Warnung der Revolutionsgarde, wonach Schiffe ausschließlich den Korridor südlich der iranischen Insel Larak nutzen dürfen. Der Führung in Teheran zufolge ist dies die einzige genehmigte Ein- und Ausfahrt für eine Passage durch die Meerenge.

Gegenseitige Angriffe am Wochenende

Bei ihren Verhandlungen in der Schweiz hatten sich die USA und Iran Mitte Juni auf einen Fahrplan für ein Friedensabkommen in der Region geeinigt. Innerhalb von 60 Tagen soll ein detailliertes und dauerhaftes Abkommen zur Beendigung des von den USA und Israel begonnenen Iran-Kriegs ausgehandelt werden.

Am Wochenende griffen sich die USA und Iran jedoch gegenseitig militärisch erneut an und warfen der jeweils anderen Seite einen Verstoß gegen die geltende Waffenruhe vor.

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