Leben nach den „Rosenheim-Cops“Marisa Burger ist mit Miriam Stockl im Reinen
Ein Vierteljahrhundert mimt Marisa Burger die quirlige Sekretärin Miriam Stockl bei den „Rosenheim-Cops“. Nach ihrem Ausstieg aus der Serie widmet sie sich nun anderen Projekten. An ihre Paraderolle denkt sie dennoch gerne zurück.
Nach ihrem Abschied von den „Rosenheim-Cops“ genießt Marisa Burger ihren Neustart. Bei einer Filmfestparty von Bavaria Studios & Bavaria Fiction unter dem Motto „Servus München“ sprach die Schauspielerin offen darüber, wie befreiend der Schritt nach 25 Jahren für sie gewesen sei – und warum sie ihre berühmteste Rolle trotzdem niemals hinter sich lassen wolle.
Nach einem Vierteljahrhundert als Polizeisekretärin Miriam Stockl und dem Kultsatz „Es gabat a Leich“ hat die 52-Jährige ihr Berufsleben inzwischen neu ausgerichtet. Statt fester Drehroutinen stehen nun Theater und Lesereisen im Mittelpunkt. „Ich bin gerade hauptsächlich am Theater. Mit meinem Buch bin ich auch noch auf Lesereise zusammen mit meinem Musiker“, erklärte sie. „Das hat mir jetzt sehr, sehr großen Spaß gemacht und es geht auch nächstes Jahr weiter.“
Besonders die Freiheit der Bühnenarbeit genieße sie, so die Schauspielerin. Der Wechsel von einer langjährigen Serienproduktion zurück ans Theater sei allerdings auch eine Umstellung gewesen. „Man muss schon umdenken“, sagte Burger. „Wenn man so lange in Serien-Strukturen ist, merkt man, wie das ist, mal wieder ein bisschen freier zu arbeiten. Aber es ist auch schön, sich wieder neu kennenzulernen und sein Leben auch neu zu gestalten.“
Raus aus der Komfortzone
Sie bereue es nicht, diesen Schritt gewagt zu haben. „Man muss die Komfortzone manchmal verlassen, um zu wissen, wer man ist, was man noch kann und was man gerne möchte.“
Mit ihrem Ausstieg endete nach der Jubiläumsstaffel 2025 eine Ära bei den „Rosenheim-Cops“. Burger hatte die Rolle der Miriam Stockl seit der ersten Folge im Jahr 2002 gespielt und die Serie auf eigenen Wunsch verlassen, um sich neuen Projekten zu widmen.
Dennoch behalte sie ihre Zeit bei den „Rosenheim-Cops“ als prägenden Abschnitt in Erinnerung, machte Burger deutlich: „25 Jahre ‚Rosenheim-Cops‘ – es war wirklich ein großer Spaß und es war ein ganz wichtiger Teil meines Lebens.“ Gleichzeitig sei es für sie wichtig gewesen, „noch mal was Neues“ zu entdecken. „Ich habe gerade noch die Kraft dafür und Freude daran.“
„Wichtiger Teil meines Lebens“
Vom ehemaligen Serien-Ensemble habe sie sich dabei keineswegs entfremdet. „Wir haben immer noch ein ganz großartiges Verhältnis“, betonte Burger, die auf der Filmfestparty auch ihrem ehemaligen „Rosenheim-Cops“-Kollegen Dieter Fischer begegnete. Darüber habe sie sich ganz besonders gefreut, so Burger.
Dass sie wohl noch lange auf ihre Paraderolle angesprochen werden wird, nimmt die Schauspielerin gelassen. „Du kannst ja nicht nach 25 Jahren, in denen man eine Figur geprägt hat, einfach aufhören und sagen, da gibt’s jetzt einen Cut und keiner interessiert sich mehr dafür“, erklärte sie. Im Gegenteil: „Das war ein großer, wichtiger Teil meines Lebens. Den will ich nicht schmälern, nicht kleiner machen.“ Und auch ihre Fans dürften sie „natürlich“ weiterhin auf Miriam Stockl ansprechen.
