Kreml setzt auf KriegsverbrechenTotenzahl nach russischen Angriffen auf Kiew steigt auf 30
Russlands wirtschaftliche Probleme werden durch ukrainische Angriffe größer, gleichzeitig gibt es kaum noch Erfolge auf dem Schlachtfeld. Die Kreml-Streitkräfte attackieren derweil weiter die ukrainische Zivilbevölkerung. In Kiew werden weitere Leichen gefunden.
Nach dem schweren russischen Luftangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew am Donnerstag ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 30 gestiegen. Drei weitere Leichen seien aus den Trümmern geborgen worden, teilte der ukrainische Katastrophenschutz mit. Zudem wurden den Behörden zufolge mehr als 90 Menschen verletzt. Laut dem Leiter der Kiewer Militärverwaltung, Tymur Tkatschenko, suchen Rettungskräfte in den Trümmern weiter nach Vermissten, weshalb die Opferzahl noch steigen könnte.
Weitere Menschen starben am Donnerstag bei russischen Angriffen im Gebiet Dnipropetrowsk. Es gebe zwei Tote und neun Verletzte, schrieb der Militärgouverneur der Region, Olexander Hanscha, bei Telegram. Russland attackierte demnach die Gebiete um Dnipro, Nikopol und Synelnykowe und setzte dabei Drohnen, Artillerie, Gleitbomben und eine Rakete ein.
Auch bei erneuten russischen Angriffen in der Nacht zu Freitag sind nach Behördenangaben zwei Menschen getötet und acht weitere verletzt worden. In der Grenzregion Sumy seien zwei Menschen gestorben und eine Person verletzt worden, als russische Drohnen ein Privathaus trafen, teilte der Leiter der regionalen Militärverwaltung, Oleh Hryhorow, am frühen Morgen auf Telegram mit. In der zentralukrainischen Stadt Krywyj Rih wurden bei einem Raketenangriff auf ein dicht bebautes Stadtgebiet sieben Menschen verletzt, wie der Leiter des städtischen Verteidigungsrates, Oleksandr Wilkul, erklärt.
Russland hat die Angriffe auf die Zivilbevölkerung in den vergangenen Monaten verstärkt. Militärexperte Gustav Gressel sagte ntv, Terror sei die einzige Strategie, von der sich Moskau einen Erfolg verspricht. Auf dem Schlachtfeld erzielen die Kreml-Streitkräfte seit Monaten kaum noch Geländegewinne.
