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Startseite»Nachrichten»Zahl der Asylbewerber in Deutschland massiv gesunken
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Zahl der Asylbewerber in Deutschland massiv gesunken

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 3, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Deutlich weniger ErstanträgeZahl der Asylbewerber in Deutschland geht massiv zurück

Das Bamf nahm im ersten Halbjahr deutlich weniger Erstanträge entgegen als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. (Foto: picture alliance / dpa)

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Asylbewerber in Deutschland um mehr als ein Drittel gesunken. Das liegt jedoch nicht nur daran, dass weniger Menschen hierzulande Schutz suchen, sondern auch an schärferen Kontrollen an den deutschen Grenzen.

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres haben viel weniger Menschen einen Asylantrag gestellt als im Vorjahreszeitraum. Nach Informationen aus dem Bundesinnenministerium beantragten im ersten Halbjahr 39.646 Menschen erstmals Schutz in Deutschland. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres nahm das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) 61.336 Asylerstanträge entgegen, was einem Rückgang von 35 Prozent entspricht. Das waren damals ungefähr halb so viele Erstanträge wie im ersten Halbjahr 2024, als rund 121.000 Asylerstanträge gestellt worden waren.

Am 12. Juni tritt die europäische Asylreform in Kraft. Darüber war jahrelang verhandelt worden. Die EU-Staaten hatten sich in den vergangenen Monaten noch auf zusätzliche verschärfte Regeln geeinigt. Dazu zählt etwa, dass EU-Staaten Asylbewerber einfacher in Drittstaaten abschieben können, zu denen diese keinerlei Verbindung haben.

Zurückweisung an deutschen Grenzen seit Mai 2025

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hatte nach seinem Amtsantritt im April 2025 eine Intensivierung der Grenzkontrollen verfügt, obwohl Grenzkontrollen im Schengen-Raum eigentlich gar nicht vorgesehen sind. Außerdem wies er die Bundespolizei an, auch Asylbewerber zurückzuweisen – mit Ausnahme von Kranken, Schwangeren und anderen Menschen, die besonderer Hilfe bedürfen.

Laut Ministerium wurden im ersten Halbjahr dieses Jahres 14.270 Menschen an den deutschen Grenzen zurückgewiesen beziehungsweise zurückgeschoben. Den Angaben zufolge wurden im gleichen Zeitraum 494 mutmaßliche Schleuser festgenommen. Die Polizei stellte demnach zudem 4074 Menschen fest, gegen die ein offener Haftbefehl vorlag.

Quelle: ntv.de, kaz/dpa

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