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Startseite»Nachrichten»„Größte Kraftanstrengung jemals“: Merz weist scharfe Trump-Kritik an deutschen Nato-Beiträgen zurück
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„Größte Kraftanstrengung jemals“: Merz weist scharfe Trump-Kritik an deutschen Nato-Beiträgen zurück

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 3, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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„Größte Kraftanstrengung jemals“Merz weist scharfe Trump-Kritik an deutschen Nato-Beiträgen zurück

„Brauchen uns hier vor niemandem zu verstecken“, sagt Bundeskanzler  Friedrich Merz in Richtung des US-Präsidenten Donald Trump. (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Pool)

Innerhalb der Nato leisten die USA die höchsten Verteidigungsausgaben. US-Präsident Trump fordert von den Verbündeten deutlich mehr Engagement und kritisiert sie mehrfach. Berlins Nato-Beitrag nennt er „lächerlich“. Das lässt Kanzler Merz nicht auf sich sitzen.

Bundeskanzler Friedrich Merz hat die scharfe Kritik von US-Präsident Donald Trump an den deutschen Beiträgen für die Nato zurückgewiesen. Deutschland verdoppele gerade seinen Verteidigungsetat innerhalb vier Jahren, sagte der CDU-Vorsitzende nach einem Treffen mit den baltischen Staats- und Regierungschefs in Berlin. „Das ist die größte Kraftanstrengung, die wir jemals gemacht haben, um unsere Verteidigungsfähigkeit zu stärken. Insofern brauchen wir uns hier vor niemandem zu verstecken.“

Das werde er beim Gipfel in Ankara am 7. und 8. Juli „auch in aller Bescheidenheit zum Ausdruck bringen“, fügt Merz hinzu. Die Europäer im transatlantischen Bündnis seien entschlossen, ihren Beitrag zur Verteidigung der Nato zu leisten. „Und das sollte jeder anerkennen, der sich mit diesen Zahlen auch beschäftigt.“

Kurz vor dem Nato-Gipfel in Ankara hatte Trump am Donnerstag die deutschen Verteidigungsausgaben auf der Plattform Truth Social als „lächerlich“ bezeichnet. Er kritisierte auch andere Nato-Verbündete wie Großbritannien und Italien. Dem US-Präsidenten ist es schon länger ein Dorn im Auge, dass die USA in absoluten Zahlen die mit Abstand höchste Verteidigungsausgaben im Bündnis leisten. Die Kluft wird aber kleiner.

Unter dem Eindruck von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine und auf Drängen Trumps hatte die Nato im vergangenen Jahr beim Nato-Gipfel in Den Haag vereinbart, künftig mindestens einen Betrag in Höhe von 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Verteidigung zu investieren. Hinzukommen sollen dann noch einmal 1,5 Prozent für verteidigungsrelevante Ausgaben, etwa Infrastruktur.

Insgesamt sollen so spätestens ab 2035 jährlich 5 Prozent des BIP in Verteidigung und Sicherheit investiert werden – so viel wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr. In Deutschland sollen die Verteidigungsausgaben bis 2029 auf 3,5 Prozent des BIP anwachsen.

Zuletzt war der US-Präsident schlecht auf europäische Nato-Länder inklusive Deutschland zu sprechen, weil er Hilfe bei der Sicherung der Straße von Hormus im Iran-Krieg angefordert hatte, die aber ausgeblieben war. Trump hatte Verbündete als „Feiglinge“ bezeichnet.

Quelle: ntv.de, gut/dpa

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