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Startseite»Nachrichten»„Gekämpft und gebetet“: Paris Hilton feiert Schließung ihres Albtraum-Internats
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„Gekämpft und gebetet“: Paris Hilton feiert Schließung ihres Albtraum-Internats

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 9, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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„Gekämpft und gebetet“Paris Hilton feiert Schließung ihres Albtraum-Internats

Paris Hilton will als Jugendliche Schlimmes erlebt haben. (Foto: picture alliance / NurPhoto)

Seit Jahren kämpft Paris Hilton dafür, dass ein Internat in Utah geschlossen wird, in dem sie als Teenager misshandelt worden sein soll. Nun entziehen die Behörden der Schule die Lizenz. Ein bewegender Moment für Hilton.

Ein Internat im US-Bundesstaat Utah, in dem Paris Hilton nach eigenen Angaben als Teenager misshandelt wurde, muss den Schulbetrieb einstellen. Die Behörde für Gesundheit und Soziales hat der privaten Einrichtung Provo Canyon School in Springville die Lizenz entzogen, wie US-Medien berichteten.

Als Begründung für die Schließung der Schule führte die Behörde Verstöße und Versäumnisse der Einrichtung an, darunter eine mangelnde medizinische Versorgung von Schülerinnen und Schülern. Laut dem Sender ABC hatten Eltern Klagen eingereicht.

Für die Schließung habe sie „gekämpft und gebetet“, schrieb Hilton auf Instagram. Sie dankte anderen Betroffenen, die sich über Jahre hinweg „mutig“ zu Wort gemeldet hätten. Endlich würden die Kinder dort herausgeholt werden. Dies sei „ein starker Schritt zum Schutz zukünftiger Generationen“.

„Mehr als 50 Jahre lang haben Kinder Geschichten von Missbrauch, Vernachlässigung und Trauma erzählt“, sagte Hilton dem US-Magazin „People“. Sie sei eines dieser Kinder gewesen. „Das kleine Mädchen in mir, dem gesagt wurde, dass man ihm nie glauben würde, fühlt sich heute so bestätigt“.

Sie sei „immer noch ganz überwältigt von diesem unglaublichen Moment“, meldet sich Hilton nach Bekanntwerden der Schließung auf Instagram zu Wort: „Die Nachricht über die Provo Canyon School erinnert uns daran, dass Veränderung möglich ist, wenn Überlebende sich weigern, zu schweigen. Auch wenn dieser Sieg so viel bedeutet, weiß ich, dass unsere Arbeit noch nicht vorbei ist. Wir werden weiterkämpfen, bis jedes Kind in Sicherheit ist.“ Am meisten habe sie inspiriert, dass „so viele Überlebende Mitgefühl statt Grausamkeit, Hoffnung statt Angst und Engagement statt Schweigen wählen“. Sie seien alle verletzt worden, hätte sich aber geweigert, selbst Menschen zu werden, die verletzen. „Sie haben versucht, unseren Kampfgeist zu brechen, aber unsere Herzen haben sie nicht gebrochen.“ Dieser Sieg gehören nun ihnen alle.

Hilton kämpft bereits seit Jahren

In ihrer Dokumentation „This is Paris“ aus dem Jahr 2020 hatte Hilton öffentlich gemacht, dass sie in ihrer Jugend Missbrauch und Gewalt in Schulen für verhaltensauffällige Teenager erlebt habe. Im Kongress in Washington forderte die Hotelerbin wiederholt bessere Kontrollen und Schutzmaßnahmen für Jugendliche in derartigen Einrichtungen. „Diese Programme versprachen Heilung, Wachstum und Unterstützung“, erklärte sie dort 2024 bei einer Anhörung. Stattdessen aber habe sie zwei Jahre lang weder frei sprechen noch sich frei bewegen dürfen, berichtete die zweifache Mutter. „Ich wurde zwangsweise mit Medikamenten vollgepumpt und vom Personal sexuell missbraucht.“

Ihre Eltern, die sie auf das Internat gesteckt hätten, hätte von alldem nichts gewusst, betonte Hilton. Sie seien getäuscht worden von den Betreibern der Einrichtungen – von einer „gewinnorientierten Industrie“, wie Hilton sagte.

Quelle: ntv.de, csp/dpa

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