Eilmeldung
In der Debatte um eine Leihmutterschaft in den USA zieht Jens Spahn Konsequenzen: In einem Schreiben informiert er die Unionsfraktion über seinen Rücktritt. Der Druck war offenbar zu groß geworden.
Jens Spahn tritt in der Debatte um die Leihmutterschaft als Unions-Fraktionschef zurück. Ihm sei bewusst geworden, dass sein persönliches Glück, eine Familie zu gründen, nicht vereinbar sei mit seinem politischen Amt, heißt es in einem Schreiben Spahns an die Fraktion von CDU/CSU, das dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt.
„Der Spagat zwischen meiner privaten Entscheidung zu einem Kind durch Leihmutterschaft und der nachvollziehbaren Erwartung an mich als Vorsitzenden unserer Fraktion“ sei größer geworden, als er es erwartet habe.
„Meine Familie ist mir das wichtigste“
Die zunehmende Unerbittlichkeit in der öffentlichen Auseinandersetzung habe ihn sehr nachdenklich gemacht, heißt es in dem Schreiben weiter – verbunden mit einer Bitte: „Lasst uns bei aller Klarheit und Entschiedenheit in der Sache immer auch menschlich im Ton bleiben.“ Ihm sei in den letzten Tagen eines immer klarer geworden: „Meine Familie ist mir das Wichtigste.“
Er habe die Parteivorsitzenden von CDU und CSU, Friedrich Merz und Markus Söder, darüber informiert, dass er von seinem Amt als Fraktionsvorsitzender zurücktrete – und bedanke sich bei beiden für das in ihn gesetzte Vertrauen.
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