Eigentlich hatten sich die USA und Iran Mitte Juni darauf verständigt, ihren Konflikt mit Verhandlungen lösen zu wollen und die Kriegshandlungen einzustellen. Nach der jüngsten Eskalation schwindet die Hoffnung auf Diplomatie.
Das Rahmenabkommen zwischen den USA und Iran hat nach Ansicht der Regierung in Teheran keinen Bestand mehr. Man habe das Abkommen ausgesetzt, sagte Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Fars.
„Wir sind mit der Verteidigung des Landes beschäftigt“, zitierte die Agentur den Minister aus einem TV-Interview. „Leider haben die Amerikaner mit ihren aggressiven Maßnahmen gegen ihre Verpflichtungen aus der Absichtserklärung von Islamabad verstoßen“, führte Gharibabadi weiter aus.
Das sei der Grund gewesen, warum auch Iran sich nicht mehr an die Vereinbarung gebunden fühle. Die USA und Iran hatten sich Mitte Juni eigentlich auf ein Rahmenabkommen geeinigt, das den Weg für ein dauerhaftes Ende des Kriegs ebnen sollte.
Rahmenabkommen: Deal innerhalb von 60 Tagen
Darin war vereinbart worden, innerhalb von 60 Tagen einen endgültigen Deal auszuhandeln. Es beinhaltet auch die Forderung nach einer Öffnung der Straße von Hormus. Seit Anfang April galt zudem eine Waffenruhe. Anfang Juli war der Konflikt aber wieder eskaliert.
