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Politik

SPD, Grüne und Linke verlassen X

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 4, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 04.05.2026 • 11:57 Uhr

Es gebe dort zu viel Chaos und Desinformation: SPD, Grüne und Linke haben in einer gemeinsamen Aktion angekündigt, sich von der Online-Plattform X zurückzuziehen. Ihre Accounts sollen stillgelegt werden.

SPD, Grüne und Linke ziehen sich in einer untereinander abgestimmten Aktion vom Internetdienst X zurück. „X ist in den letzten Jahren im Chaos versunken“, heißt es in gleichlautenden Mitteilungen auf X. Betroffen sind demnach sowohl die offiziellen Parteiaccounts als auch die privaten Accounts führender Vertreterinnen und Vertreter.

„Politische Debatten leben vom Austausch, der Menschen erreicht und informiert“, hieß es in den Mitteilungen weiter. „X hingegen fördert zunehmend Desinformation.“ Unter dem Hashtag #WirVerlassenX wird jeweils angekündigt: „Deshalb bespielen wir diesen Account nicht mehr.“

Schutz vor Desinformation zurückgefahren

Der US-Milliardär Elon Musk hatte den damaligen Internetdienst Twitter im Oktober 2022 gekauft und später in X umbenannt. Schutzmechanismen gegen Desinformation fuhr er gezielt zurück, nach eigenen Angaben mit dem Ziel, die freie Meinungsäußerung zu fördern.

In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder Überlegungen unter deutschen Parteien gegeben, X zu verlassen. Dabei spielten auch Musks Unterstützung für rechtspopulistische Bewegungen und sein Engagement für US-Präsident Donald Trump eine Rolle.

Bluesky als Alternative

Von dem Rückzug betroffen sind die Parteiaccounts von Grünen, SPD und Linken, die Accounts der Bundestagsfraktionen sowie von zahlreichen Politikerinnen und Politikern, darunter die Fraktions- und Parteivorsitzenden der Grünen. Andere hatten diesen Schritt schon früher vollzogen. Die Parteiaccounts sollen allerdings offensichtlich nicht gelöscht, sondern vorerst lediglich deaktiviert werden.

Die drei Parteien wollen auch ihren Mitgliedern und Parteigliederungen den Rückzug von X empfehlen, hieß es im Portal table.briefings. Diesen stehe es aber „natürlich frei, selbst zu entscheiden, ob sie auf X bleiben wollen“, sagte dort die Politische Geschäftsführerin der Grünen, Pegah Edalatian. Für Debatten im digitalen Raum sollten künftig andere Instrumente genutzt werden, etwa der Internetdienst Bluesky.

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