Bandkollegen kommen im KostümVillage-People-Sänger Victor Willis beigesetzt
Drei Wochen sind vergangen, seit Village-People-Leadsänger Victor Willis im Alter von 74 Jahren gestorben ist. Jetzt wird er im kalifornischen San Diego beigesetzt. Seine ehemaligen Bandkollegen erweisen ihm dabei eine ganz besondere Ehre.
Wer am Dienstag eher zufällig auf dem Friedhof Greenwood Memorial Park and Mortuary im kalifornischen San Diego war, dürfte nicht schlecht gestaunt haben. Schließlich begegnete er dort unter anderem einem Cowboy, einem Bauarbeiter, einem Rocker, einem Soldaten und einem Herren mit Federkopfschmuck, den man früher landläufig als „Indianer“ tituliert hätte.
Wem die Zusammensetzung irgendwie bekannt vorkommt, der liegt natürlich goldrichtig: Ja, es handelte sich um die bekannten Kostüme der Village People. Und tatsächlich steckten in ihnen auch die Männer, die zuletzt Mitglied der Gruppe waren, deren Disco-Gassenhauer „Y.M.C.A.“ auch knapp 50 Jahre nach seinem Erscheinen noch immer auf keiner Faschingsparty fehlen darf.
Dass die Musiker in voller Montur auf dem Friedhof erschienen, hatte aber natürlich einen traurigen Grund: die Beisetzung von Victor Willis, der nicht nur „Y.M.C.A.“-Mitautor, Gründungsmitglied und Leadsänger der Formation war, sondern in den vergangenen Jahren auch die treibende Kraft der Gruppe. Er war am 30. Juni nach einer, wie es hieß, „kurzen, aber aggressiven Krankheit“ gestorben.
Letztes Originalmitglied
Willis, der sich traditionell das Polizisten-Kostüm überstreifte oder auch mal als Seemann auftrat, war zuletzt tatsächlich das einzige noch verbliebene Originalmitglied der Village People. Die Männer, die noch bis kurz vor seinem Tod mit ihm die Bühne teilten, hören auf die Namen James Kwong (Bauarbeiter), Nicholas Manelick (Cowboy), Javier Perez (Native American), James Lee (Soldat) und J.J. Lippold (Rocker). Dem US-Portal „TMZ“ zufolge waren sie es, die Willis nun auch standesgemäß die letzte Ehre erwiesen.
„TMZ“ zitiert zudem US-Präsident Donald Trump mit den Worten, Willis sei ein „großartiger und fröhlicher Kerl“ gewesen. Er werde bei „Y.M.C.A.“ immer an den Sänger denken.
Im Gegensatz zu vielen anderen Künstlerinnen und Künstlern hat Willis dem US-Präsidenten die Nutzung seiner Musik bei politischen Veranstaltungen nicht untersagt. 2024 erklärte er, dies sei „gut fürs Geschäft“. So kommt es, dass „Y.M.C.A.“ oft bei Auftritten von Donald Trump zu hören ist.
