Bei Flucht vor der PolizeiBetrunkener fährt mit neun Insassen gegen Hauswand
Eine Polizeikontrolle in der Nähe von Wuppertal endet in einem schweren Unfall. Ein junger alkoholisierter Mann will in seinem Pick-up vor den Beamten fliehen – und kracht gegen eine Hauswand. Auf der Ladefläche befinden sich mehrere junge Menschen.
Beim Versuch, sich einer Kontrolle zu entziehen, ist ein alkoholisierter 22-Jähriger mit seinem mit neun Menschen besetzten Auto in einem Vorgarten gelandet. Einsatzkräfte hätten den Mann in der Nacht zum Sonntag anhalten wollen, weil Menschen auf der Ladefläche des Wagens gestanden hätten, sagte ein Sprecher der Polizei des Ennepe-Ruhr-Kreises. Laut dem WDR handelt es sich bei dem Fahrzeug um einen Pick-up-Truck. Als die Beamten den Streifenwagen wendeten, habe der 22-Jährige beschleunigt und sei davongefahren.
Auf der Suche nach dem Auto hätten die Einsatzkräfte den Wagen kurz darauf in Ennepetal bei Wuppertal gefunden – gegen die Wand eines nahe gelegenen Hauses gefahren. Acht der neun Insassen seien dabei leicht verletzt worden, ins Krankenhaus musste niemand. Neben dem 22 Jahre alten Fahrer seien in dem Auto sowie auf dessen Ladefläche sieben Männer und eine Frau gewesen, die zwischen 2007 und 2011 geboren worden seien.
30 Haushalte ohne Strom
Ein Augenzeuge berichtet im WDR: „Wir lagen schon im Bett und hatten eigentlich bereits geschlafen. Dann hat es einen Riesenknall gegeben. Ich bin runter in den Garten gegangen und habe das Auto im Garten gesehen.“
Das Auto riss laut Polizei zudem einen Stromkasten um. Aufgrund der Beschädigung seien etwa 30 Haushalte für ungefähr eine Stunde ohne Strom gewesen, sagte der Polizeisprecher weiter. Auch in dem Garten und am Unfallwagen seien Schäden entstanden. Unter anderem wurden demnach ein Zaun mitgerissen und ein Gartenhaus beschädigt.
Dem alkoholisierten Fahrer des Wagens sei eine Blutprobe entnommen worden. Ein Atemalkoholtest habe 0,6 Promille ergeben, heißt es in der Mitteilung der Polizei. Gegen ihn werde unter anderem wegen fahrlässiger Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt. Die Höhe des Schadens ist bisher unklar.
