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Betrug im Netz: Fußball-WM ist Cybercrime-Time: Sieben Tipps zu Ihrem Schutz

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 12, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Betrug im NetzFußball-WM ist Cybercrime-Time: Sieben Tipps zu Ihrem Schutz

Vorfreude auf die WM, aber bitte ohne Klick-Falle: Wer die Betrugsmaschen kennt, schützt sich vor typischer WM-Abzocke.

Spam, Phishing, Fakeshops, faule Gewinnspiele oder Malware: Um an Ihr Geld, Ihre Daten oder auf Ihren Rechner zu kommen, ziehen Kriminelle zum Großereignis WM alle Register. Selbstschutz ist gefragt.

Nach Wochen und Monaten der Vorfreude markiert der Start der Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika einen vorläufigen Höhepunkt in Sachen Fan-Begeisterung. Doch diese Euphorie nutzen Betrüger gezielt aus – hierzulande auch und vor allem im Internet, warnt das Landeskriminalamt (LKA) Hannover.

Wer die Tricks der Cyberkriminellen kennt und einige Hinweise beachtet, sollte sich gut vor den meisten Maschen schützen können. Die LKA-Ermittler geben 7 Tipps:

Tipp 1: WM-Spam ignorieren und löschen

Kriminelle verschicken massenhaft E-Mails und Nachrichten mit WM-Bezug, oft mit Links zu dubiosen Shops, vermeintlichen Aktionen oder Gewinnspielen. Lesen Sie solche Nachrichten kritisch und löschen Sie sie konsequent, ohne auf Links darin zu klicken.

Tipp 2: Vorsicht bei Gewinnspielen

Unseriöse Gewinnspiele dienen häufig dazu, persönliche Daten zu sammeln. Dabei werden oft Namen und Logos bekannter Unternehmen missbräuchlich ohne deren Wissen oder Zustimmung verwendet. Prüfen Sie im Zweifel direkt auf der offiziellen Website oder den verifizierten Social-Media-Kanälen des jeweiligen Unternehmens, ob das Gewinnspiel echt ist.

Tipp 3: Fakeshops enttarnen

Betrügerische Onlineshops tauchen überall dort auf, wo es um zur WM besonders gefragte Waren geht, also etwa Trikots, Beamer oder Großbildfernseher. Unrealistische Schnäppchenpreise sollten skeptisch machen. Nutzen Sie vor einem Kauf in unbekannten Shops den Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen für eine erste Einschätzung.

Tipp 4: Schadsoftware nicht unterschätzen

Trojaner und andere Schadsoftware kann in E-Mail-Anhängen, auf manipulierten Webseiten oder in Downloads verborgen sein – vom vermeintlichen WM-Spielplan bis hin zur angeblichen Tippspiel-Software. Installieren Sie nichts aus unbekannten Quellen. Geben Sie keine Daten auf unbekannten Seiten ein, auch wenn diese interessante WM-Tools oder -Infos versprechen.

Tipp 5: Illegale Streams meiden

Wer WM-Spiele über inoffizielle Streaming-Seiten schaut, geht ein doppeltes Risiko ein: Zum einen nutzt er oder sie nicht lizenzierte Inhalte. Zum anderen droht Schadsoftware, die sich beim Seitenaufruf oder über angebliche Abspielprogramme unbemerkt installiert.

Tipp 6: Apps nur aus vertrauenswürdigen Quellen installieren

Rund um die WM erscheinen zahlreiche neue Anwendungen. Doch längst nicht alle sind seriös. Prüfen Sie Apps genau, bevor Sie sie installieren. Lesen Sie Bewertungen kritisch. Halten Sie sich an die offiziellen App-Stores. Finger weg von Apps, die über Messenger-Dienste verteilt oder auf unseriösen Seiten angeboten werden.

Tipp 7: Log-in-Aufforderungen kritisch hinterfragen

Werden Sie – etwa per E-Mail – aufgefordert, sich irgendwo einzuloggen, ist Skepsis angebracht. Kontrollieren Sie die angezeigte Webadresse genau, denn es könnte sich um Phishing handeln. Im Zweifel gilt: Log-in abbrechen. Falls Sie in eine Falle getappt sind und dort Zugangsdaten eingegeben haben, ändern Sie diese umgehend auf der echten Kundenbereich-Seite des betreffenden Dienstes und informieren Sie dessen echten Kundensupport.

Falls Sie trotz aller Vorsicht Opfer einer Straftat geworden sind, sollten Sie unbedingt Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle erstatten. Alternativ ist das auch über das Onlinewache-Portal der Bundesländer möglich.

Quelle: ntv.de, awi/dpa

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