Bundestrainer bis 2030
Details zu Klopps DFB-Vertrag durchgesickert – Ablöse für Red Bull offen
Noch bevor die DFB-Bosse in New York mit Wunsch-Bundestrainer Jürgen Klopp zusammentreffen, sickern erste Details über dessen Vertrag durch. Offen ist, wie weit der DFB und Klopps Noch-Arbeitgeber Red Bull bereits sind.
DFB-Präsident Bernd Neuendorf und sein Vize Hans-Joachim Watzke sind noch nicht in New York gelandet, um mit Jürgen Klopp zu verhandeln, da nimmt das Engagement des 59-Jährigen als Bundestrainer schon Formen an. Nach Informationen von Sky soll Klopp beim DFB einen Vertrag bis 2030 unterschreiben, der die Weltmeisterschaft 2030 in Spanien, Portugal und Marokko einschließt. Die finalen Gespräche zwischen Klopp, seinem Berater Marc Kosicke und dem Duo Neuendorf/Watzke sind noch für diese Woche geplant.
Erst wenn sich Klopp und der Verband vollständig einig sind, soll nächste Woche der Ausstieg bei Red Bull finalisiert werden. Dazu soll Red-Bull-Boss Oliver Mintzlaff nach New York reisen, um mit Klopp und der DFB-Spitze in New York zu verhandeln. Die Trainer-Legende ist bei dem Unternehmen als „Head of Global Soccer“ tätig und hat einen Vertrag bis Ende 2029. Dieser ist grundsätzlich kein Hindernis auf Klopps Weg zum Bundestrainer. Nach Sky-Infos sind aber noch letzte Details zu klären.
„Als wäre ich nicht da“ – Bizarrer TV-Moment um Klopp
Offen ist, ob der DFB eine millionenschwere Ablösesumme an Red Bull zahlen muss, um Klopp zu bekommen. Einem Bericht der „Bild“-Zeitung zufolge ist das nicht der Fall, der Vertrag lasse sich auch so auflösen. Demnach bleibt Klopp als Bundestrainer dem Konzern in der Rolle des Werbebotschafters erhalten. Für Red Bull sei Klopp als omnipräsente Werbefigur wertvoller als eine Ablöse, heißt es. Für den finanziell angeschlagenen DFB wäre dies eine gute Nachricht: Nach dem Verlustgeschäft WM hätte eine Millionensumme für Klopp ein weiteres Loch in die Kassen des Verbandes gehauen.
Bericht: Klopp nur wenig teurer als Nagelsmann
Nach Sky-Informationen sind sich die drei Parteien, DFB, Klopp und Red Bull aber noch nicht einig. Dass gar keine Ablösesumme fließt und Klopp nur Werbebotschafter für Red Bull wird, lässt sich Stand jetzt noch nicht sagen. Es gilt der Fahrplan: Erst müssen sich Klopp und der DFB einigen, dann reden der Verband und Red Bull.
Zwischen Klopp, seinem früheren BVB-Weggefährten Watzke und DFB-Boss Neuendorf sind laut „Bild“ indes „alle wesentlichen Punkten“ besprochen. Das Gehalt des neuen Bundestrainers soll nur „minimal“ über dem Jahressalär von Vorgänger Julian Nagelsmann liegen. Watzke hatte Klopp in einem Interview bereits einen „Patriotismusabschlag“ nahegelegt. Zudem soll der 2014er-Weltmeister Per Mertesacker zum DFB kommen. Er sei erster Kandidat für die Nachfolge des zum Jahresende ausscheidenden DFB-Geschäftsführers Andreas Rettig.
Der ZDF-Experte hat bereits öffentlich Interesse an einer Position beim Verband bekundet. Für den eloquenten Mertesacker, der nach Abschluss seiner Karriere acht Jahre lang die Akademie des FC Arsenal geleitet hat, warben zuletzt auch Rekordnationalspieler Lothar Matthäus und Bayern-Patron Uli Hoeneß. Zunächst plant Mertesacker allerdings einen „Urlaub“ mit anschließender Auszeit, „um zu reflektieren, was ich alles erlebt habe“. Ein Einstieg Anfang 2027 könnte daher gut passen. An seiner Seite käme Nachwuchsdirektor Hannes Wolf laut „Kicker“ eine noch prominentere Rolle zu.
Klopp will langjährigen Weggefährten mitbringen
Personell scheint Klopp seine Wünsche erfüllt zu bekommen. Peter Krawietz, derzeit „Head of Soccer Philosophy“ bei Red Bull, soll einer der Co-Trainer werden. Der zweite wäre Pepijn Lijnders, Klopps langjähriger Weggefährte beim FC Liverpool. Lijnders war zuletzt Assistent von Pep Guardiola bei Manchester City.
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Derart detaillierte Verhandlungseinsichten hatte es in den vergangenen Tagen noch nicht gegeben. Die „Bild“-Zeitung nannte sogar einen Zeitpunkt für Klopps ersten Auftritt als Bundestrainer: Den Supercup am 22. August in Dortmund. Klopps Debüt wäre der Nations-League-Auftakt in Amsterdam gegen die Niederlande im September. Dann säße er gemeinsam mit Neuendorf und Watzke im Flieger.
Verwendete Quellen: ntv.de, mar/sid
