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Startseite»Nachrichten»Cannes wird politisch: Regisseur Almodóvar fordert Widerstand gegen Trump
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Cannes wird politisch: Regisseur Almodóvar fordert Widerstand gegen Trump

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 20, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Cannes wird politischRegisseur Almodóvar fordert Widerstand gegen Trump

Sieht es als seine „moralische Pflicht“, sich zu gesellschaftlichen Problemen zu äußern: Pedro Almodóvar. (Foto: IMAGO/ABACAPRESS)

Bei einer Pressekonferenz in Cannes findet Regisseur Pedro Almodóvar deutliche Worte zur Weltpolitik. Der Oscarpreisträger sieht Europa in der Pflicht, sich gegen „Monster“ wie Donald Trump, Benjamin Netanjahu und Wladimir Putin zu stellen.

Pedro Almodóvar hat bei den Filmfestspielen in Cannes deutliche Worte gegen Donald Trump, Benjamin Netanjahu und Wladimir Putin gefunden. Der spanische Regisseur fordert Europa dazu auf, sich klar gegen Politiker wie sie zu stellen. „Wir sind, vor allem als Europäer, dazu verpflichtet, eine Art Schild gegen diese Monster wie Trump, Netanjahu oder den Russen zu werden“, sagte der 76-Jährige bei einer Pressekonferenz in Cannes.

Europa müsse seiner Verantwortung gerecht werden, weil hier das Völkerrecht geachtet werde, erklärte Almodóvar weiter. Gleichzeitig warnte er davor, sich dem Einfluss Trumps zu beugen. „Europa darf sich niemals Trump unterwerfen“, sagte der Regisseur, der bei seinem Auftritt einen „Free Palestine“-Anstecker trug.

Almodóvar äußerte sich außerdem grundsätzlich zur Rolle von Künstlern in politisch schwierigen Zeiten. Es sei aus seiner Sicht eine „moralische Pflicht“, sich öffentlich zu gesellschaftlichen Problemen zu äußern. Zwar wolle er niemanden verurteilen, der schweige. Dennoch seien Angst und Schweigen ein Warnsignal dafür, dass demokratische Strukturen brüchig würden.

Neuer Film läuft im Wettbewerb von Cannes

Bereits wenige Tage zuvor hatte Schauspieler Javier Bardem in Cannes scharfe Kritik an Trump, Netanjahu und Putin geäußert. Der spanische Hollywood-Star sprach von einer „toxischen Männlichkeit“ der drei Politiker.

In Cannes präsentierte Almodóvar außerdem seinen neuen Film „Bitter Christmas“, der im Wettbewerb um die Goldene Palme läuft. Die Tragikomödie erzählt von einem Filmemacher in der Krise und einer Werberegisseurin, die sich später als Figur seines eigenen Drehbuchs entpuppt. Der Film spielt bewusst mit verschiedenen Zeitebenen und der Frage, wie stark Realität und Fiktion ineinandergreifen dürfen.

Pedro Almodóvar gilt als der international bekannteste Regisseur Spaniens. Für „Alles über meine Mutter“ gewann er im Jahr 2000 einen Oscar, drei Jahre später folgte eine weitere Auszeichnung für „Sprich mit ihr“.

Quelle: ntv.de, lpe/dpa

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