In einem Wohnhaus im Fürstentum Monaco ist gestern Abend offenbar ein Sprengsatz gezündet worden. Drei Menschen wurden teils lebensgefährlich verletzt – darunter ist Berichten zufolge ein ukrainischer Oligarch.
Durch eine Explosion im Fürstentum Monaco sind gestern Abend drei Menschen verletzt worden. Angaben der monegassischen Regierung zufolge detonierte in einem Wohnhaus nahe der französischen Grenze offenbar eine Paketbombe. Zu den Verletzten zählt Berichten zufolge auch ein ukrainischer Oligarch.
Wie der Staatsanwalt Stéphane Thibault mitteilte, soll ein Verdächtiger in der Eingangshalle des Gebäudes eine Tasche oder ein Paket abgestellt haben. Darin befand sich offenbar ein Sprengsatz, der zudem mit Schrauben und Schrot versetzt war.
Das Motiv hinter der Tat ist laut den Behörden noch unklar. Der Verdächtige sei flüchtig. Er habe zu Fuß die Grenze nach Frankreich überquert und sei anhand von Videoaufnahmen aus Monaco und der benachbarten französischen Stadt Beausoleil identifiziert worden, sagte Monacos Regierungschef Christophe Mirmand.
Zwei Opfer wohl lebensgefährlich verletzt
Zu den Verletzten zählen neben dem ukrainischen Oligarchen Wadym Jermolajew ein weiterer Erwachsener und ein 13-Jähriger. Jermolajew und die andere erwachsene Person seien lebensgefährlich verletzt worden, zitierte die Nachrichtenagentur AFP die Behörden.
Der in Monaco lebende Multimillionär Jermolajew unterliegt seit Dezember 2023 Sanktionen aus Kiew. Medienberichten zufolge wurde er von der ukrainischen Regierung mit Strafmaßnahmen belegt, weil er ungeachtet der russischen Besatzung seinen Alkoholhandel auf der Halbinsel Krim fortführte.
