In der Demokratischen Republik Kongo steigt die Zahl der bestätigten Ebola-Fälle weiter an. Das Virus breitet sich auf neue Gesundheitszonen aus. Fehlende Impf- und Behandlungsmöglichkeiten sowie die unsichere Lage erschweren den Kampf.
Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo weitet sich aus. Die Zahl der bestätigten Fälle hat sich bis Mittwoch auf 676 erhöht, teilte der Gesundheitsminister auf der Plattform X mit. Darunter seien 136 Todesfälle.
Mittlerweile hat sich der Ausbruch auf drei weitere Gesundheitszonen ausgeweitet. Einem Regierungsbericht zufolge liegen die neu betroffenen Gebiete in den Provinzen Nord-Kivu und Ituri. Landesweit gibt es mehr als 500 solcher Gesundheitszonen.
Fälle bisher in drei Provinzen
Der aktuelle Ausbruch im Kongo wurde vor knapp einem Monat offiziell festgestellt. Er ist besonders schwer einzudämmen, auch weil es für den Bundibugyo-Virus, einen Verwandten des Ebola-Virus, bislang weder einen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt.
Die Epidemie wütet in den Provinzen: Ituri, Nord-Kivu und Süd-Kivu. Bei der Bekämpfung des Virus gibt es Hindernisse. Die Aktivitäten von bewaffneten Gruppen und Milizen erschweren die Situation vor Ort. Zu dem trifft das Virus auf ein ohnehin geschwächtes Gesundheitssystem im Land.
Die demokratische Republik Kongo hat bereits mehrere verheerende Ebola-Ausbrüche erlebt, darunter die zweitschwerste Epidemie weltweit von 2018 bis 2020 mit mehr als 2.200 Toten.
