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Startseite»Nachrichten»„Endspiel“ für Frankfurts Riera: Angeschlagener „Bundesliga-Trump“ spuckt plötzlich leise Töne
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„Endspiel“ für Frankfurts Riera: Angeschlagener „Bundesliga-Trump“ spuckt plötzlich leise Töne

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 7, 2026Keine Kommentare4 Minuten Lesezeit
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„Endspiel“ für Frankfurts RieraAngeschlagener „Bundesliga-Trump“ spuckt plötzlich leise Töne

Frankfurts Trainer Albert Riera steht offenbar kurz vor einem Rauswurf.

Albert Riera fällt bei Eintracht Frankfurt mit kessen Sprüchen und zuletzt einem Wutausbruch auf, aber nicht durch sportlichen Erfolg. Vor seinem „Endspiel“ in der Fußball-Bundesliga bei Borussia Dortmund gibt sich der angeschlagene Trainer nun betont gelassen.

Albert Riera geht mit den Gerüchten um eine mögliche Entlassung beim Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt gelassen um. „Ich mache mir keine Gedanken über meine Zukunft, das ist nicht wichtig. Es zählt nur das Team und in diesen zwei Spielen Punkte zu holen“, sagte der 44-Jährige am Donnerstag. Er wisse aber „ganz genau, wie es in diesem Beruf abläuft. Ich sage selber zu mir, Albert wenn du nicht genug gewinnst, dann halt ein anderer. So ist es.“

Er habe „dafür zu sorgen, dass das Team gewinnt. Ich gebe mein Bestes, glauben sie mir. Ich möchte gewinnen mit ganz viel Willen. Aber manchmal ist Wille nicht genug, dann brauchst du etwas anderes“, führte der Spanier aus. Er versuche derzeit „den Knopf zu finden“. Er „akzeptiere“ die Situation. Man müsse aber beachten, wo die Mannschaft herkomme. „Vorher haben wir von 13 Spielen eins gewonnen, mit Albert aus zwölf dann vier.“

Frankfurt wird „leiden müssen“

Dies sei zwar „nicht mehr so schlecht wie vorher, aber immer noch nicht gut genug. Wir wollen mehr. Ich muss besser sein und auch die Spieler. Ich gebe bis zum Ende mein Bestes, das kann ich versprechen.“ Er wolle die Kritik und die Spekulationen nicht zu sehr an sich heranlassen. „Ich versuche mich auf die Dinge zu konzentrieren, die ich kontrollieren kann“, betonte Riera: „Sonst verschwendet man Energie, wenn man sich mit Sachen beschäftigt, die man nicht kontrollieren kann.“

Am Freitag (20.30 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker) ist beim Gastspiel beim Tabellenzweiten Borussia Dortmund ein Sieg Pflicht, sonst droht erstmals seit fünf Jahren das Verpassen des Europapokals. Nach den schwachen vergangenen Wochen werde er „keine Revolution“ ausrufen, vielmehr gehe es einfach um das Finden einer besseren Kompaktheit. Es werde beim BVB „Momente geben, in denen wir leiden müssen“, führte Riera aus: „Aber wir brauchen Punkte, wir glauben noch dran.“

Rieras Luft am Riederwald ist dünn geworden. Laut „Bild“-Zeitung wollen die Eintracht-Bosse nach der Partie beim BVB entscheiden, ob Riera sein Amt auch am letzten Spieltag im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart ausüben darf. Eine Fortsetzung der Zusammenarbeit über den Sommer hinaus – der Vertrag von Riera gilt bis zum 30. Juni 2028 – soll es nach Informationen des Blattes nicht geben.

Kein Bekenntnis zu Riera

Durch das 1:2 gegen den Hamburger SV waren die Frankfurter am vergangenen Spieltag sogar aus den Europapokalplätzen gefallen und drohen die als Saisonziel ausgegebene Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb zu verpassen. Sportvorstand Markus Krösche hatte nach der Partie ein Bekenntnis zu Riera vermieden. Dem extrovertierten Trainer werden aber nicht nur die sportlichen Missstände angekreidet, sondern auch menschliche Fehler im Umgang mit der Mannschaft. Das Verhältnis zwischen Riera und Führungsspielern wie Mario Götze, Jonathan Burkardt, Robin Koch oder Ritsu Doan wird als äußerst distanziert wahrgenommen. Auch mit den Fans hat es sich der Fußball-Lehrer aufgrund seiner Auftritte verscherzt. In Frankfurt soll Riera, so berichteten es die „Bild“ und die „Frankfurter Rundschau“, hinter vorgehaltener Hand schon als „Bundesliga-Trump“ bezeichnet werden.

Vor dem HSV-Spiel war er zuletzt mit einem bemerkenswerten Auftritt aufgefallen: Riera hatte vor der Partie für Diskussionen gesorgt, als er Medienberichte über einen angeblichen Konflikt mit Nationalspieler Burkardt in einer Wutrede scharf zurückwies. Er sprach von „totalem Bullshit“ und holte zu einer deutlichen Medienschelte aus: „Etwas zu schreiben, ist euer Job, aber ich akzeptiere keine Lügen. Ich bin keine Marionette. Ich bin Trainer. Ich verlange Respekt. Die Fans verdienen, die Wahrheit zu hören.“

Quelle: ntv.de, mar/sid

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