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Startseite»Nachrichten»FIFA-Präsident in der Kritik: Spaniens Liga-Boss wettert gegen „erbärmliche“ Aussagen Infantinos
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FIFA-Präsident in der Kritik: Spaniens Liga-Boss wettert gegen „erbärmliche“ Aussagen Infantinos

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 28, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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FIFA-Präsident in der Kritik

Spaniens Liga-Boss wettert gegen „erbärmliche“ Aussagen Infantinos

28.07.2026 | 16:12 Uhr

FIFA-Präsident Gianni Infantino sieht trotz aller Kritik an seiner Amtsführung und seinem Gebaren während der WM eine heile Fußball-Welt. Dem spanischen Liga-Boss wird es nun zu bunt.

Neue Breitseite gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino: Der Chef der spanischen Profiliga, Javier Tebas, hat den Boss des Fußball-Weltverbandes scharf angegriffen, weil dieser gegen die Kritiker der XXL-Weltmeisterschaft in Amerika ledert. Tebas bezeichnete die jüngsten Aussagen Infantinos als „erbärmlich“ und forderte mehr Transparenz beim Weltverband.

Infantino hatte zuvor gesagt, viele Kritiker hätten die WM verpasst, weil sie von Hass erfüllt gewesen seien. „Unsere Welt braucht Liebe, keinen Hass. Toleranz, keine Spaltung“, schrieb er. Via Instagram sprach der Schweizer von der „herausragendsten FIFA-Weltmeisterschaft“ und warb für den Fußball als Symbol für Einheit und Zusammenhalt.

Tebas entgegnete auf X, niemand bestreite, dass Fußball Menschen verbinde und Emotionen weckt. „Aber Transparenz, eine gute Führung und Rechenschaftspflicht sind niemals Hass, sondern eine Verpflichtung“, schrieb der LaLiga-Chef. Starke Institutionen würden diejenigen, die berechtigte Fragen stellten, nicht diskreditieren, sondern Antworten geben.

„Geschieht etwas, das wir nicht wissen?“

Zugleich stellte Tebas die Frage, warum Infantino gerade jetzt einen derartigen Ton anschlägt. „Geschieht etwas, das wir nicht wissen?“, schrieb er und spielte damit auf mögliche Gründe für die scharfe Reaktion des FIFA-Präsidenten an. Schon zuletzt hatte Tebas in einem Interview geäußert, dass Infantino aus seiner Sicht zurücktreten solle, weil dieser den Fußball zerstöre.

Görner: „Da hat Infantino recht behalten“

Die Zeit des FIFA-Chefs sei „vorbei, er sollte nicht im Amt bleiben“, sagte Tebas im Interview mit der „Gazzetta dello Sport“, aber: „Er hat die Unterstützung des Systems, der Verbände. Das ist das System, und es ist ein System, das bereits an der Wurzel krank ist.“

Rund um die Fußball-WM in Nordamerika habe er mit vielen Kritikern Infantinos gesprochen, berichtete Tebas. „Sie kritisieren das System bei einem Kaffee in der Bar oder am Telefon in privaten Gesprächen, aber anschließend tun sie nichts, um dem Ganzen ein Ende zu setzen“, sagte er: „Ich weiß nicht, ob Schweigen oder Komplizenschaft schlimmer ist, denn wer schweigt, ist sich des Schadens, den der Fußball erleidet, bewusst.“

Verwendete Quellen: ntv.de, mar/dpa

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