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Hecking hat Kontakt: Kollabierter Eriksen kann raus aus Klinik

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 8, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Hecking hat Kontakt

Kollabierter Eriksen kann raus aus Klinik – aber jemals wieder aufs Feld?

Christian Eriksen hat die Fußballwelt erneut in Angst und Schrecken versetzt. Dass es ihm nach seinem neuerlichen Kollaps schon sehr viel besser geht, erleichtert auch seinen Klub, den VfL Wolfsburg. Doch seine Zukunft ist offen.

Eine Nacht des Bangens – doch jetzt kann die Fußballwelt aufatmen: Christian Eriksen geht es besser, sagt der Teamarzt der dänischen Fußball-Nationalmannschaft. Der Kapitän und Rekordnationalspieler seines Landes könne nach seinem Zusammenbruch „schon bald aus dem Krankenhaus entlassen werden und nach Hause zurückkehren“, verkündete Mannschaftsarzt Morten Boesen in einer Verbandsmitteilung.

Der Wolfsburger Bundesligaprofi Eriksen selbst postete diesmal kein Daumen-hoch-Foto vom Krankenbett, so wie fast auf den Tag genau vor fünf Jahren nach seinem schockierenden Herzstillstand bei der EM 2021; Eriksens Instagram-Profil aber teilte das Statement des dänischen Verbandes. So etwas wie das Zeichen, dass alles gut werden wird.

Aber: Auch wenn es dem 34-Jährigen inzwischen „gut“ gehe und er „guter Dinge“ sei, weckte der Vorfall schmerzhafte Erinnerungen an die dramatischen Szenen vom 12. Juni 2021 in Kopenhagen, als er im EM-Spiel gegen Finnland kollabierte. Danach erholte Eriksen sich, ihm wurde ein Defibrillator eingesetzt, er konnte seine Karriere fortsetzen. Nun ein weiterer Vorfall. Fragen bleiben.

2021 war Eriksen „fünf Minuten tot“

Am Sonntagabend war Eriksen während des Länderspiels gegen die Ukraine in Odense in der 65. Minute zusammengebrochen. Abgeschirmt von schwarzen Tüchern verließ er das Spielfeld immerhin auf eigenen Beinen. Boesen berichtete am Montag, er habe gesehen, wie Eriksen „sich an die Brust fasste, und ich meine, dass er ‚Au!‘ oder etwas Ähnliches rief.“ Wahrscheinlich habe der Herzschrittmacher einen Impuls abgegeben.

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2021 noch musste Eriksen auf dem Platz wiederbelebt werden. Er sei „fünf Minuten tot“ gewesen, sagte er später. Die traumatischen Bilder von damals sind im dänischen Team bis heute präsent. Auch deshalb kündigte Sportdirektor Peter Möller besondere Fürsorge für die Nationalspieler nach dem Vorfall vom Sonntag an. „Wir werden sichergehen, dass niemand allein nach Hause fährt. Sie fahren entweder mit ihren Eltern, der Familie oder als Gruppe“, sagte der Funktionär. In den kommenden Tagen wolle Nationaltrainer Brian Riemer zudem alle Spieler persönlich anrufen, um sich nach deren Befinden zu erkundigen.

Kann er seine Karriere fortsetzen?

Sein Verein VfL Wolfsburg sichert via ntv/RTL vollste Unterstützung zu: „Im ersten Moment war es ein Schock, weil wir alle die Bilder von 2021 noch vor Augen haben“, sagte der bisherige Trainer und neue Geschäftsführer Sport, Dieter Hecking. „Wir haben unmittelbar Kontakt zum Mannschaftsarzt der dänischen Nationalmannschaft aufgenommen, der uns umfassend informiert hat. Wir stehen nach wie vor in engem Austausch, auch mit Christian direkt. Wir sind erleichtert, dass es ihm den Umständen entsprechend gut geht und warten jetzt die weitere Entwicklung ab. Unsere Gedanken sind bei ihm und seiner Familie, er bekommt unsere vollste Unterstützung.“

Mit Wolfsburg war Eriksen gerade aus der Bundesliga abgestiegen. Eigentlich hätten Medienberichten zufolge in dieser Woche Gespräche zwischen dem Spieler und den Niedersachsen stattfinden sollen. Dabei sollte es um die Frage gehen, ob sich Eriksen auch nach dem Abstieg einen Verbleib in Wolfsburg vorstellen kann.

Nach dem medizinischen Zwischenfall ist die sportliche Zukunft des 34-Jährigen jedoch ungewisser denn je. Auch Möller wollte sich nicht zu möglichen Konsequenzen äußern. „Das muss Christian beantworten. Ich weiß es nicht. Ich finde es absolut legitim, danach zu fragen. Aber ich weiß es nicht“, sagte der Sportdirektor.

Verwendete Quellen: ntv.de, ara/sid

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