Im Zusammenhang mit der Messerattacke am Berliner Holocaust-Mahnmal im Februar 2025 ist ein weiterer Mann festgenommen worden. Er soll den inzwischen verurteilten Angreifer zu der Tat ermutigt haben.
Im Zusammenhang mit dem Angriff auf einen Touristen am Berliner Holocaust-Mahnmal im Jahr 2025 gibt es eine weitere Festnahme.
Beamte des Landeskriminalamtes haben am Mittwochmorgen in Berlin einen 37-jährigen Mann festgenommen. Laut Bundesanwaltschaft soll dieser sich mit dem späteren Angreifer getroffen und ihn am Nachmittag vor der Tat ermutigt haben, den islamistisch motivierten Angriff zu begehen.
Dem jetzt festgenommenen Mann werden deshalb Beihilfe zum versuchten Mord und zu gefährlicher Körperverletzung vorgeworfen. Der 37-Jährige sollte noch am Vormittag einem Haftrichter vorgeführt werden.
Angreifer selbst zu 13 Jahren Haft verurteilt
Das Opfer, ein Tourist aus Spanien, war bei der Tat am 21. Februar 2025 im Stelenfeld des Holocaust-Mahnmals mit einem Messer lebensgefährlich verletzt worden und hatte nur knapp überlebt.
Der Angreifer selbst ist bereits im März 2026 zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Dem Kammergericht zufolge hatte er sich spätestens seit 2024 im Internet im Sinn des IS radikalisiert und wollte „Ungläubige“ töten. Er habe gezielt Israelis oder Menschen jüdischen Glaubens angreifen wollen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Täter hatte sich direkt nach der Tat selbst gestellt
Der Angreifer, der zur Tatzeit 19 Jahre alt war und der 2023 als unbegleiteter, minderjähriger Flüchtling nach Deutschland kam und in einer Unterkunft in Leipzig wohnte, hatte sich etwa zweieinhalb Stunden nach der Tat am Mahnmal gestellt.
Sendung: Antenne Brandenburg vom rbb, 27.05.2026, 10:30 Uhr
Audio: Antenne Brandenburg vom rbb, 27.05.2026, Po-Keung Cheung
