Ölraffinerie erneut getroffen?Ukraine schlägt in Tuapse wieder zu – Angriffe auch auf der Krim
Die Ölraffinerie im russischen Tuapse steht in den vergangenen Monaten nach ukrainischen Angriffen mehrfach in Flammen. Nun nimmt Kiew die Anlage wieder ins Visier. Mehrere Städte in Südrussland und auf der besetzten Krim melden ebenfalls Einschläge. Auch Russland greift mit unverminderter Härte an.
Russland und die Ukraine haben in der Nacht erneut schwere Angriffe mit Drohnen und Raketen gegeneinander gestartet. In der südrussischen Hafenstadt Taganrog am Asowschen Meer sind nach offiziellen Angaben zwei Menschen durch einen Raketenangriff verletzt worden. Sie seien ins Krankenhaus eingeliefert worden, teilte Bürgermeisterin Swetlana Kambulowa bei Telegram mit. Laut dem unabhängigen Internetportal „Astra“ wurde bei der Attacke ein Werk zur Flugzeugreparatur getroffen. Einschläge gab es demnach auch in Tuapse, Woronesch und auf der Krim.
In Tuapse am Schwarzen Meer soll einmal mehr die örtliche Raffinerie Ziel der Angriffe gewesen sein. Das Ausmaß der Schäden ist noch unklar. Zudem riefen nach offiziellen Angaben Drohnentrümmer im Hafengelände einen Brand hervor. Die Raffinerie war in den vergangenen zwei Monaten bereits mehrfach Ziel ukrainischer Angriffe und brannte dabei mehrfach tagelang. In Woronesch wurde Medienberichten zufolge ein Militärflugplatz getroffen.
Auf der von Russland seit 2014 annektierten Krim gab es Einschläge in der Hauptstadt Simferopol und dem Marinehafen Sewastopol. Die Hafenstadt sei mit Drohnen und Marschflugkörpern attackiert worden, teilte der Gouverneur von Sewastopol, Michail Raswosschajew, mit. Er berichtete von Schäden an der Filiale der russischen Zentralbank und einem Wohnhaus. Personen kamen demnach nicht zu Schaden. Medienberichte über einen Einschlag im Hauptquartier der Schwarzmeerflotte wurden offiziell bislang nicht bestätigt.
Auf der Gegenseite wurden in der ostukrainischen Region Dnipropetrowsk sechs Menschen durch russische Angriffe verletzt, darunter ein Minderjähriger. Das russische Militär habe bei den Attacken Drohnen, Artillerie und gelenkte Gleitbomben eingesetzt, schrieb Militärgouverneur Olexander Hanscha. Drei Menschen wurden zudem in der Region Cherson verletzt.
Einschläge gab es demzufolge auch in der Region Tschernihiw nördlich von Kiew. Ein Unternehmen in der Stadt sei beschädigt worden, Verletzte gebe es nicht, teilte der Chef der örtlichen Militärverwaltung, Dmytro Bryschynskyj mit.
