Großeinsatz in EU-MitgliedslandSeedrohne explodiert in rumänischem Schwarzmeerhafen
Die Drohnenvorfälle in Rumänien häufen sich: Erst schlägt eine Drohne nahe der Grenze zur Ukraine in ein Wohnhaus ein – jetzt detoniert eine Seedrohne im Hafen der Stadt Constanta am Schwarzen Meer. Das Ministerium des Landes sieht einen Hinweis auf einen Zusammenhang mit dem Krieg im Nachbarland.
Im Hafen der rumänischen Schwarzmeerstadt Constanta ist eine Seedrohne explodiert. Durch die Detonation, die sich gegen 10.30 Uhr (Ortszeit, 9.30 MESZ) im zivilen Teil des Hafens ereignet habe, sei niemand zu Schaden gekommen, teilte das rumänische Verteidigungsministerium mit.
Den Angaben zufolge war die Drohne bereits am Morgen entdeckt worden. Einheiten des Rumänischen Geheimdienstes, der Küstenwache und des Verteidigungsministeriums hätten das Gebiet vor der Explosion abgesichert und abgesperrt. Das Objekt sei daraufhin von selbst explodiert.
Das Ministerium betonte, dass es sich bei der Drohne nicht um ein Objekt der rumänischen Armee handle. Einen Zusammenhang mit einer selbst organisierten Übung im Schwarzen Meer schloss das Land aus. Stattdessen handle es sich um einen Drohnentyp, der im Krieg in der Ukraine eingesetzt werde – ob von Russland oder der Ukraine, ließ das Ministerium offen.
Mehrere Drohnenvorfälle binnen weniger Tage
Neben der explodierten Drohne wurden im Küstengebiet offenbar vier weitere unbemannte Wasserfahrzeuge mit Sprengstoff entdeckt. Dies berichtet der rumänische Nachrichtensender Digi24 unter Berufung auf Insider.
Erst vergangene Woche war in dem EU- und Nato-Land in der Nähe der Grenze zur Ukraine eine Drohne in ein Wohnhaus eingeschlagen. Bei dem Vorfall gab es zwei Verletzte. Rumänischen Angaben zufolge hatte es sich bei der Drohne um ein russisches Fabrikat gehandelt. Moskau hatte die Angaben in Zweifel gezogen.
