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SpaceX unter Ausgabepreis: Gesunkene US-Erzeugerpreise geben Wall Street Rückenwind

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 15, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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SpaceX unter AusgabepreisGesunkene US-Erzeugerpreise geben Wall Street Rückenwind

Für Gesprächsstoff bei den Einzelwerten sorgt Paypal mit einem Kurssprung von rund 16 Prozent. (Foto: picture alliance / Sipa USA)

Ein Rückgang der US-Erzeugerpreise macht den Anlegern Hoffnung auf eine Zinspause der Fed. Bei den Einzelwerten fällt Elon Musks SpaceX erstmals unter den Ausgabepreis. Auch sein früheres Unternehmen Paypal gerät in den Fokus.

Positiv aufgenommene Konjunkturdaten und Firmenbilanzen halten die Wall Street trotz der Spannungen im Nahen Osten über Wasser. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der breiter gefasste S&P 500 notierten am Mittwoch jeweils knapp im Plus bei 52.554 und 7544 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte ebenfalls leicht vor und lag bei 26.132 Zählern.

Die US-Erzeugerpreise fielen im Juni unerwartet um 0,3 Prozent, während Analysten mit einer Stagnation gerechnet hatten. Dies nährte die Hoffnung der Anleger auf eine Zinspause der US-Notenbank Fed. Für gute Stimmung sorgten zudem den zweiten Tag in Folge starke Bilanzen aus dem Finanzsektor. Die Aktien des Vermögensverwalters BlackRock legten nach Bekanntgabe von Quartalszahlen um gut sieben Prozent zu. Am Dienstag hatten Goldman Sachs, JPMorgan und Bank of America ebenfalls mit starken Ergebnissen punkten können. „Gesunde Banken sind in der Regel ein positives Signal für die Gesamtwirtschaft“, kommentierte Charlie Anderson vom Vermögensverwalter UBS Wealth Management.

Der Geschäftsbericht der Investmentbank Morgan Stanley hat die Anleger hingegen nicht überzeugt. Die Titel gaben trotz eines Gewinnanstiegs leicht nach. Die Ölpreise verteuerten sich indes um rund ein halbes Prozent. Mit 84,86 und 79,48 Dollar je Fass (159 Liter) verharrten sie auf dem höchsten Stand seit etwa einem Monat. Für Verunsicherung sorgten die seit dem Wochenende anhaltenden Spannungen im Nahen Osten.

Die USA haben eine neue Welle von Luftangriffen auf iranische Verteidigungssysteme an der Küste des Landes sowie Lager- und Startplätze für Marschflugkörper geflogen. „Der steigende Ölpreis ist ein schlechtes Omen für die Preisstabilität“, sagte Jochen Stanzl, Analyst der Consorsbank. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die US-Notenbank später im Jahr noch an der Zinsschraube drehen werde.

Ein überraschend deutlicher Rückgang der US-Inflation hatte am Dienstag die Furcht vor den Folgen der höheren Energiepreise gelindert und für leichten Auftrieb an den Börsen gesorgt. Am Mittwoch nährte ein überraschender Rückgang der US-Erzeugerpreise die Hoffnung der Anleger auf eine Zinspause der US-Notenbank Fed. Viele Experten warnen jedoch, dass die geringere Inflation vor allem auf die Entspannung im US-Iran-Konflikt im Juni zurückzuführen sei. Dies könnte allerdings nur eine vorübergehende Erleichterung sein, nachdem sich die Lage in der Region in den vergangenen Tagen verschärft hat.

Für Gesprächsstoff bei den Einzelwerten sorgte Paypal mit einem Kurssprung von rund 16 Prozent. Der unter Druck stehende US-Zahlungsdienstleister ist Insidern zufolge ins Visier des Konkurrenten Stripe und des Finanzinvestors Advent International geraten. Die beiden Unternehmen hätten Anfang des Monats ein gemeinsames Angebot von 60,50 Dollar je Paypal-Aktie unterbreitet.

Gefragt waren auch die Aktien des Pharmakonzerns Merck & Co, die nach positiven Studienergebnissen zu seinem Blockbuster-Medikament Keytruda um 2,5 Prozent zulegten. Die Aktien von SpaceX fielen indes erstmals unter ihren Ausgabepreis. Die Papiere des US-Raumfahrtunternehmens von Elon Musk gaben knapp zwei Prozent auf 133,82 Dollar nach. Der Ausgabepreis hatte bei 135 Dollar gelegen. Damit ist die stürmische Rally nach dem Börsengang am 12. Juni vorerst beendet. Auf ihrem Höhepunkt hatte die Bewertung von SpaceX kurzzeitig die der Silicon-Valley-Giganten Microsoft und Amazon übertroffen. „Es gab zuletzt nichts, was die Anleger an die Gründe erinnert hätte, warum sie SpaceX gekauft haben“, sagte Steve Sosnick, Chefanalyst bei Interactive Brokers.

Quelle: ntv.de, bho/rts

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