In dem Film „Falsche Bewegung“ ist die damals 13-Jährige Kinski halbnackt zu sehen. Sie fordert Regisseur Wenders seit Jahren vergeblich auf, die Szene zu entfernen. Jetzt nimmt er vorerst den Film zurück und kündigt einen Austausch an.
Nach dem Streit um eine Nacktszene mit Schauspielerin Nastassja Kinski soll der 1975 gedrehte Film „Falsche Bewegung“ von Regisseur Wim Wenders vorerst nicht mehr gezeigt werden. Der Film werde aus allen aktuellen Auswertungsformen zurückgezogen, teilte die Wim Wenders Stiftung mit.
Als einziger noch lebender Verantwortlicher für „Falsche Bewegung“ erkenne Wenders an, dass die damals 13-jährige Kinski, die in einer Szene teilweise nackt zu sehen ist, besser hätte beschützt werden müssen, heißt es in einer Mitteilung. „Dafür bitte ich Dich um Entschuldigung, Nastassja, ohne Wenn und Aber“.
Bezogen auf den Film „Falsche Bewegung“ suche die Stiftung einen breiten Austausch. Erst danach „und nachdem wir eine einvernehmliche Lösung, auch in Absprache mit Nastassja Kinski, haben“, wolle sie den Film wieder freigeben.
13-Jährige mit nacktem Oberkörper gezeigt
Hintergrund ist ein Streit um eine Szene, in der die damals 13-jährige Kinski mit nacktem Oberkörper gezeigt wird. Die Schauspielerin bittet Wenders laut eigenen Angaben seit Jahren, die rund zweiminütige Szene zu entfernen.
Der Süddeutschen Zeitung sagte sie kürzlich: „Obwohl ich mit 13 noch nicht so viel wusste, habe ich schon gemerkt, dass das nicht in Ordnung war“.
Wenders lehnte bisher Verantwortung ab
Wenders hatte beim Deutschen Filmpreis gesagt, er würde die Szene „heute nie mehr so machen“. Seinem damaligen jungen Ich könne er aber keinen Vorwurf machen. Er habe einen Film in seiner Zeit gemacht. Doch es ergebe sich eine Frage, die alle Filmschaffenden angehe: „Wie geht man mit Filmerbe um?“
