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Teheran will Alleinzuständigkeit: Iran lehnt Macrons Minen-Mission in Hormus ab

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 30, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Teheran will AlleinzuständigkeitIran lehnt Macrons Minen-Mission in Hormus ab

Das sorgt in Teheran für Verdruss: Macron empfängt den Sultan von Oman im Elysée-Palast. (Foto: AFP)

Eine internationale Minenräumung in der Straße von Hormus stößt beim Iran auf harsche Ablehnung. Dass Frankreichs Präsident Macron ausgerechnet den Oman als Partner vorschlägt, empfindet das Mullah-Regime sogar als ganz besondere Provokation.

Iran weist eine internationale Beteiligung an der Minenräumung in der Straße von Hormus entschieden zurück. Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi erklärte auf der Plattform X, der von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vorgeschlagene Einsatz mit Partnerstaaten verstoße gegen das bestehende Rahmenabkommen. Dieses sehe vor, dass die Verantwortung für die Minenräumung ausschließlich bei Iran liege, so der Vizeminister.

Laut Gharibabadi werde Teheran eine gemeinsame Operation niemals zulassen. Zudem warf er Paris vor, mit solchen Initiativen die ohnehin angespannte Lage in der strategisch wichtigen Meerenge im Persischen Golf durch zusätzliche „Provokationen“ weiter zu belasten.

Macron sprach beim Besuch des Sultans von Oman, Haitham bin Tarik, in Paris, auch über die Straße von Hormus. „Wir haben beschlossen, gemeinsam mit unseren Partnern an der Minenräumung in der Meerenge mitzuwirken, um die Seewege zu sichern und eine freie und bedingungslose Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu gewährleisten“, teilte Macron nach dem Treffen auf X mit.

Rolle Omans bleibt vage

Der Élysée-Palast veröffentlichte im Anschluss auch eine gemeinsame Erklärung, in der es hieß: „Die beiden Staatschefs betonten die Bedeutung der Wiederöffnung der Straße von Hormus und bekräftigten ihr Bekenntnis zur freien Schifffahrt ohne Bedingungen oder Einschränkungen, insbesondere zum Recht auf Transitdurchfahrt gemäß dem Seerecht. Die beiden Staatschefs kamen überein, mit allen Beteiligten zusammenzuarbeiten, um sich künftig für die Freiheit der Schifffahrt einzusetzen und gemeinsame Minenräumungsmaßnahmen durchzuführen.“

Auf Nachfrage präzisierte der Élysée-Palast nicht näher, ob Oman sich bereit erklärt habe, die von Frankreich und Großbritannien angeschobene Initiative zu einer internationalen Marine-Mission in der Straße von Hormus nach Ende aller Kampfhandlungen zu unterstützen oder ob es darüber hinaus gehende Pläne von Frankreich und Oman gibt.

Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Energierouten der Welt. Durch die nur rund 40 Kilometer breite Meerenge werden etwa 20 Prozent des globalen Rohöls transportiert. Eine Blockade – sei es durch militärische Eskalation, Minen oder gezielte Störungen der Schifffahrt – hätte unmittelbare Folgen für die Weltwirtschaft.

Quelle: ntv.de, mau/dpa

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