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Startseite»Nachrichten»Trump spricht von „Fake News“: Iran soll noch Großteil seines Raketenarsenals besitzen
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Trump spricht von „Fake News“: Iran soll noch Großteil seines Raketenarsenals besitzen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 13, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Trump spricht von „Fake News“Iran soll noch Großteil seines Raketenarsenals besitzen

Das ist nur eine Attrappe, doch Teheran soll auch noch über reichlich echte Raketen verfügen. (Foto: via REUTERS)

Militärisch sei der Iran besiegt, betont die US-Regierung immer wieder. Doch daran gibt es Zweifel: Laut US-Medienberichten sind Teherans Bestände an Raketen und Abschussrampen noch lange nicht erschöpft.

Der Iran verfügt laut US-Medien immer noch über den Großteil seiner Bestände an mobilen Abschussrampen und Raketen. Die „New York Times“ berichtet über Erkenntnisse von US-Geheimdiensten, wonach der Iran noch etwa 70 Prozent seiner mobilen Abschussrampen sowie rund 70 Prozent des Raketenarsenals habe, das er vor dem Krieg hatte. Die Zeitung beruft sich dabei auf Personen, die mit den Geheimdiensterkenntnissen von Anfang dieses Monats vertraut sind. Demnach habe der Iran auch wieder Zugang zum Großteil seiner unterirdischen Raketenlager, heißt es. 

Die „Washington Post“ hatte bereits vergangene Woche unter Berufung auf eine US-Geheimdienstanalyse ähnliche Zahlen genannt. Der Iran verfüge noch über etwa 75 Prozent seiner Vorkriegsbestände an mobilen Abschussrampen sowie etwa 70 Prozent seiner Raketen, zitierte die Zeitung einen US-Beamten. Dieser verwies demnach auch auf Hinweise, dass die iranische Führung in der Lage gewesen sei, fast alle ihrer unterirdischen Lagerstätten wieder in Betrieb zu nehmen, einige beschädigte Raketen zu reparieren sowie einige neue Raketen fertigzustellen. 

Was einige hochrangige Beamte der „New York Times“ zufolge besonders alarmiert: Es gibt offenbar Hinweise darauf, dass der Iran den Zugang zu den meisten seiner Raketenstellungen wiederhergestellt hat, die er entlang der Straße von Hormus unterhält. Aktuell herrscht im Iran-Krieg eine brüchige Waffenruhe, Verhandlungen um ein Kriegsende sind ins Stocken geraten.

US-Präsident Donald Trump kritisierte zuletzt auf seiner Plattform Truth Social wieder einmal die mediale Berichterstattung über den Iran-Krieg, ohne dabei konkrete Artikel zu nennen. „Wenn die Fake News behaupten, dass der iranische Feind militärisch gut gegen uns abschneidet, ist das praktisch VERRAT, insofern als es sich um eine derart falsche und sogar absurde Behauptung handelt.“ Sie unterstützten den Feind, zürnte der US-Präsident.

Sorge um US-Munitionsvorräte

Die Berichte der „New York Times“ und „Washington Post“ stehen in starkem Kontrast zur Darstellung der US-Regierung, wonach der Iran durch den von Israel und den USA Ende Februar begonnenen Krieg militärisch weitestgehend geschlagen sei. Sie fallen zudem in eine Zeit, in der die direkten und indirekten Kosten des Kriegs in den USA immer wieder Thema sind. 

Der US-Senator Mark Kelly etwa sagte jüngst, die Munitions- und Raketenvorräte des US-Militärs seien stark aufgezehrt. Als Mitglied des Streitkräfte-Ausschusses hatte das Pentagon den Demokraten über bestimmte Munitionsarten informiert – nach Kellys Aussage gehörten dazu etwa Angaben zu Raketen der Typen Tomahawk, ATACMS, SM-3 oder jene für die Flugabwehrsysteme vom Typ Patriot. 

Generalstabschef Dan Caine betonte, dass ihm die Regionalkommandos des US-Militärs ausreichende Munitionsvorräte für die derzeitigen Missionen meldeten. Skeptiker sorgen sich jedoch weniger um aktuelle Einsätze, sondern mehr um die Frage, ob die Munitionsvorräte des US-Militärs auch für einen weiteren möglichen Großkonflikt, etwa um Taiwan, reichen würden.

Derweil steigen die Kosten des Militäreinsatzes im Nahen Osten rasant: Bei einer Haushaltsanhörung im US-Kongress bezifferte der Finanzchef des Verteidigungsministeriums, Jules Hurst, die Kosten inzwischen auf 29 Milliarden Dollar. Das sind rund vier Milliarden Dollar mehr als Verteidigungsminister Pete Hegseth Ende April als Schätzung angegeben hatte. Als Grund für den Anstieg nannte Hurst aktualisierte „Kosten für die Reparatur und den Ersatz von Ausrüstung“.

Quelle: ntv.de, ino/dpa

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