Erneut blockiert das US-Militär iranische Häfen und Küstengebiete – eine neue Seeblockade ist in Kraft getreten. Die vierte Nacht in Folge haben die USA zudem Luftangriffe auf Iran geflogen.
Das US-Militär hat eine Seeblockade gegen iranische Häfen wieder in Kraft gesetzt und erneut Ziele in Iran attackiert. Das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando CENTCOM teilte mit, eine neue Angriffswelle habe begonnen. Die neuerlichen Luftangriffe sollten „die iranischen Fähigkeiten weiter schwächen, die für Attacken auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus eingesetzt werden“, erklärte CENTCOM. Mehr als 20 Kriegsschiffe der US-Marine und Hunderte Militärflugzeuge seien im gesamten Nahen Osten im Einsatz, hieß es.
Eine Stunde später trat dann laut Militär die Seeblockade in der Straße von Hormus wieder in Kraft, die US-Präsident Trump zuvor angekündigt hatte. Eine ebenfalls von Trump angekündigte Maut für die Durchfahrt von Schiffen hatte er wieder zurückgenommen.
Iran droht mit Stopp von Energieexporten
Die iranischen Revolutionsgarden drohten als Reaktion mit einer Blockade sämtlicher Energieexporte aus der Region. Solange die „bösartigen Handlungen“ der USA andauerten, werde „kein einziger Tropfen Öl und Gas“ aus der Region exportiert werden, meldeten iranische Staatsmedien.
Teheran reagierte auf die erneuten US-Angriffe außerdem erneut mit Beschuss auf Golfstaaten wie Kuwait, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate. Kuwaits Armee meldete zuletzt vier verletzte Soldaten bei einem Angriff auf eines ihrer Marineschiffe – und machte Iran für die Attacke verantwortlich. Die Streitkräfte hätten zudem eine ballistische Rakete, fünf Marschflugkörper und 33 Drohnen abgefangen, heißt es in einer Mitteilung.
