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Startseite»Nachrichten»Viele aus dem Ausland: BKA meldet über 300.000 Cyberangriffe auf Ziele in Deutschland
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Viele aus dem Ausland: BKA meldet über 300.000 Cyberangriffe auf Ziele in Deutschland

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 12, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Viele aus dem AuslandBKA meldet über 300.000 Cyberangriffe auf Ziele in Deutschland

Dobrindt stellte das Lagebild in der Bundespressekonferenz vor. (Foto: picture alliance/dpa)

Die Gefahr durch Cyberangriffe in Deutschland nimmt nach Angaben des Bundeskriminalamtes zu. Besonders staatliche Akteure nutzen verschiedene Werkzeuge, um deutsche Ziele anzugreifen. Eine Schätzung für den entstandenen Schaden kommt auf 200 Milliarden Euro.

Deutschland steht besonders im Visier staatlich gelenkter Cyberangriffe. Deutschland zähle als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt weiterhin zu den wichtigsten Angriffszielen im Cyberraum, erklärte das Bundesinnenministerium. Besonders schwere Cyberdelikte sowie Angriffe auf Unternehmen, Behörden und kritische Infrastrukturen nähmen zu. Dabei spiele der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) eine immer größere Rolle.

Staatliche Akteure nutzten verschiedene Methoden, um deutsche Ziele anzugreifen, heißt es in dem Bundeslagebild Cybercrime des Bundeskriminalamtes. Als führendes Mitglied der Europäischen Union und der Nato stehe die Bundesrepublik Deutschland „im Fokus von vor allem politisch motivierten Cyberangriffen“.

Im Jahr 2025 registrierten die deutschen Sicherheitsbehörden rund 334.000 Fälle von Cyberangriffen. Zwei Drittel der Taten (207.888) wurden aus dem Ausland oder von unbekannten Tatorten aus begangen. Die tatsächliche Bedrohung dürfte aufgrund eines erheblichen Dunkelfeldes deutlich höher liegen, betonte das Innenministerium. Das geschätzte Schadensvolumen für die deutsche Wirtschaft liegt bei 202,4 Milliarden Euro – das entspricht rund 4,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

KI erweitert Angriffsmöglichkeiten

„Cyberkriminalität ist eine der größten Herausforderungen für die öffentliche Sicherheit in Deutschland“, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt bei der Vorstellung des Bundeslagebilds Cybercrime. „Die Bedrohungslage im Cyberraum bleibt unverändert hoch“. Insbesondere Ransomware-Angriffe stellten weiterhin eine große Bedrohung für Unternehmen und die öffentlichen Einrichtungen dar.

Durch den Einsatz von KI würden Angriffstechniken ausgefeilter, die Schwelle der Nutzung sinke. „Das heißt, auch Menschen, die keine Vorerfahrung, keine technische Vorerfahrung haben, keine Experten im Bereich sind, können sich mit künstlicher Intelligenz diese Fähigkeiten sehr schnell aneignen“, sagte Dobrindt. Mit Hilfe von KI könnten Phishing-Webseiten oder -Mails „deutlich effektiver gestaltet werden“.

Die deutschen Sicherheitsbehörden sollen nach Dobrindts Angaben im Kampf gegen Cyberkriminelle gestärkt werden. Der Minister kündigte dazu ein Gesetz an, das noch im Mai vom Bundeskabinett beschlossen werden soll. Es soll die Grundlagen für aktive Cyberabwehr schaffen und dafür sorgen, dass „die technischen Fähigkeiten, die heute vorhanden sind, dann auch maximal eingesetzt werden können gegen Kriminelle im Cyberraum“.

Quelle: ntv.de, lme/dpa

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