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Wetterchaos, unbekanntes Terrain: Gesamte Formel 1 zittert vor großem Unheil in den USA

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 1, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Wetterchaos, unbekanntes TerrainGesamte Formel 1 zittert vor großem Unheil in den USA

Kommen Andrea Kimi Antonelli und die anderen F1-Piloten sicher durch den Miami-GP? (Foto: IMAGO/Jan Huebner)

Blitze? Gewitter? Starkregen? In Miami könnte das Wetter die Formel 1 kräftig durcheinanderwirbeln. Für die Fahrer wären die Bedingungen mit den neuen Autos unbekanntes Terrain, große Sorgen um die Sicherheit machen sich breit.

Die Blicke der Formel-1-Stars werden zweifelsfrei gen Himmel gehen. Wo bleibt der Regen? Kommen die Blitze? Die Wetterprognose für den Großen Preis von Miami am Sonntag (22 Uhr MESZ/Sky und im Liveticker auf ntv.de) verspricht nichts Gutes – und das Fahrerfeld hält den Atem an. Zu gering sind die Erfahrungswerte bei diesen Bedingungen mit den neuen Autos, das vierte Rennen des Jahres droht zum Ritt auf der Rasierklinge zu werden.

„Ich glaube nicht, dass viele von uns diese Autos schon einmal im Regen gefahren sind, vielleicht ein paar Leute in Barcelona beim Shakedown“, sagte McLarens Oscar Piastri mit Blick auf das drohende Unheil. Er denke, „dass es eine Herausforderung sein wird, sie im Regen zu fahren. Allein schon wegen einiger ihrer Eigenheiten.“

Diese hatten die Verantwortlichen bereits vor dem Rennen in Florida zu gleich mehreren Anpassungen im Reglement für das Qualifying, Rennen und den Start gezwungen. Und auch für die Action bei nassen Bedingungen wurde an mehreren Stellschrauben gedreht. Für stärkeren Grip bei den Intermediates wurden die Temperaturen der Reifenheizdecken erhöht, für bessere Sichtbarkeit die Signale der Heckleuchten vereinfacht. Um das Fahrzeug bei wenig Haftung besser beherrschen zu können, reduzierten die Regelhüter die maximale ERS-Abgabe.

„Ob das sicher genug sein wird …?“

Doch mit der Prognose für Miami im Kopf reichte das alles nicht, kurzfristig darf auch der Boost-Knopf für Überholmanöver bei starkem Regen nicht genutzt werden. „Es ist definitiv ein Schritt nach vorne“, sagte Mercedes-Shootingstar Kimi Antonelli, der aber Potenzial für Verbesserungen sieht: „Wir müssen die Temperaturen für die Heizdecken weiter erhöhen, sie werden wahrscheinlich für diese Bedingungen zu gering sein.“

Schon im vergangenen Jahr hatte der Regen in Miami die Geduld der Organisatoren auf die Probe gestellt und den Start des Sprints verzögert. Dieses Mal scheint ein früherer Start am Sonntag möglich, denn Regen und Gewitter werden vor allem am Nachmittag erwartet – geplant ist der Rennbeginn bislang für 16 Uhr Ortszeit. Und kommt es am Sonntag zu Gewittern, würde das Programm gänzlich auf den Kopf gestellt: Bei Blitzen in der Nähe darf nicht gefahren werden, auch eine Absage ist dann möglich.

„Es ist eine extrem flache Strecke, das Wasser bleibt auf der Oberfläche“, sagte Williams-Pilot Carlos Sainz, „und ob das sicher genug sein wird oder nicht – bei den nahen Begrenzungsmauern und der Sicht, die wir mit diesen Autos haben – wird sicherlich ein Grund zur Sorge sein.“

Er hoffe, „dass wir alle notwendigen Vorkehrungen dafür treffen können. Wir können eine gute Show, ein gutes Rennen hinlegen. Ich glaube, alle Fahrer wollen im Nassen fahren“, führte der Spanier weiter aus: „Aber hoffentlich mit dem richtigen System und den richtigen Hilfsmitteln, um es sicher zu machen.“ Es werde „schwierig“, sagte Antonelli, der im Sprint am Samstag (18.00 Uhr MESZ/Sky) erstmals als WM-Führender an den Start geht, „weil es viel Unbekanntes geben wird“.

Quelle: ntv.de, dbe/sid

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