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Wetterwoche im Schnellcheck: Pfingsten könnte zum Sprungbrett in den Sommer werden

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 17, 2026Keine Kommentare4 Minuten Lesezeit
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Wetterwoche im SchnellcheckPfingsten könnte zum Sprungbrett in den Sommer werden

17.05.2026, 15:54 Uhr

Von Rainer Buchhop
Abendstimmung-am-See-im-Herbst-Steg-im-Schilf-Grosser-Lychensee-Lychen-Uckermark-Brandenburg-Deutschland
In Teilen Deutschlands lässt sich der Sommer bereits erahnen. (Foto: picture alliance / imageBROKER)

Zuletzt schien es, als habe der Sommer es sich anders überlegt, als fühle er sich doch noch nicht bereit für seinen Auftritt. In der kommenden Woche dürfte er zumindest noch einmal zur Generalprobe vorbeischauen. Wenn alles gut läuft, könnte er am Pfingstwochenende dann sogar sein Debüt geben.

Nach der nasskalten Witterung der vergangenen Woche arbeiten sich die Temperaturen bis zur Wochenmitte langsam Richtung klimatologischer Normalwerte vor und machen zum Pfingstwochenende hin einen Schritt in Richtung Sommer.

Die Woche beginnt im Osten mit schwachem Hochdruckeinfluss, während von Westen her eine Tiefdruckrinne bis zur Mitte vorankommt und am Dienstag abgeschwächt auf den Osten übergreift. Am Mittwoch wird das Tief Inga von den Britischen Inseln her wetterbestimmend, auf seiner Vorderseite fließt von Südwesten her bereits wärmere Luft ein. Ab Donnerstag baut sich von Frankreich und Spanien her Hochdruckeinfluss auf. Wie er sich über Pfingsten entwickelt, ist aber noch unsicher. Sommerlich-trockenes Wetter ist möglich, allerdings könnten Tiefs von verschiedenen Seiten zumindest regional dazwischenfunken. Für einen verlässlichen Pfingsttrend ist es also noch zu früh.

Hier die Details:

Nacht zu Montag:

Vereinzelte Schauer vom Osten bis zu den Alpen klingen ab, anschließend wird es dort locker bis gering bewölkt mit teils klaren Phasen. In den westlichen Landesteilen breiten sich dagegen mit dichten Wolken Regenfälle aus. Anfangs kann in Nähe zu den Benelux-Staaten noch Blitz und Donner dabei sein. Die Temperaturen gehen auf 10 Grad in Köln und an der Nordsee zurück. Vom Osten bis nach Bayern liegen die Tiefstwerte meist zwischen 7 und 2 Grad, in den dortigen Mittelgebirgen sowie am Alpenrand kann es bei Aufklaren örtlich noch einmal knapp unter den Gefrierpunkt gehen.

Montag:

Vom Osten bis nach Niederbayern macht sich noch schwacher Einfluss von Hoch „Ygglev“ bemerkbar. Dort scheint am Vormittag häufig die Sonne. Am Nachmittag bilden sich Quellwolken, es bleibt aber trocken. Ganz anders vom Westen bis in die Mitte: Dort geht gelegentlicher Regen am Nachmittag in Schauer und Gewitter über. Im Westen ist es kühl bei maximal 13 bis 16 Grad, mit nennenswertem Sonnenschein werden in Niederbayern 21 Grad und im Osten bis zu 22 Grad erreicht.

Dienstag:

Die Gegensätze verschwimmen. Grundsätzlich sind überall Schauer möglich. Im Nordwesten, am Ober- und Mittelrhein sowie an der Donau treten sie aber nur selten auf, während sie im Osten örtlich auch gewittrig sein können. Zwischendurch zeigt sich immer wieder die Sonne. Am wolkigsten wird es voraussichtlich im Südwesten. Die Höchstwerte liegen zwischen 14 Grad in der Eifel und 21 Grad im Osten.

Mittwoch:

Die Schauer werden kräftiger und die Gewitter zahlreicher. Zwischendurch ist etwas Sonnenschein möglich. Die Temperaturen steigen leicht an und erreichen 16 bis 23 Grad.

Donnerstag:

Schauer und Gewitter ziehen sich allmählich nach Osten zurück. An der Nordsee sowie vor allem vom Niederrhein bis in den Südwesten setzt sich häufiger die Sonne durch, und es bleibt meist trocken. Entlang des Rheins steigen die Temperaturen auf 22 bis 25 Grad, am Oberrhein möglicherweise noch darüber, sonst werden 18 bis 22 Grad erreicht.

Freitag:

Die Prognoseunsicherheit nimmt zu. Tendenziell sind vom Norden bis in den Osten sowie in Südostbayern neben Sonnenschein auch Schauer möglich, während sich im Westen und Südwesten überwiegend sonniges Wetter durchsetzt. Mit 20 bis 27 Grad wird es frühsommerlich warm.

Pfingstwochenende:

Von den Azoren bis nach Mitteleuropa und möglicherweise bis nach Skandinavien stellt sich Hochdruckeinfluss ein. Wie sich die Lage im Detail entwickelt und wo sich Störungen durchsetzen, ist aber noch offen – die Wettermodelle liefern teils deutlich unterschiedliche Lösungen. So könnte beispielsweise von Osteuropa her ein Kaltlufttropfen durchziehen. Das würde neben gedämpften Temperaturen wahrscheinlich auch Schauer in Ostdeutschland sowie eventuell vom Bayerischen Wald bis zu den Alpen bringen.

Am wahrscheinlichsten sind derzeit sommerliche, wenn auch nicht durchgehend trockene Verhältnisse. Nach einigen Szenarien sind sogar Temperaturen über 30 Grad nicht ausgeschlossen. Es empfiehlt sich, im Laufe der Woche die Entwicklung weiterzuverfolgen, bis sich ein klarer Trend abzeichnet.

Fazit: Das Pfingstwetter steht noch auf wackeligen Beinen.

Quelle: ntv.de, lwe

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