Erst sorgten die neuen „Gesetze“ von Schiri-Boss Collina für seltsame Entscheidungen und nun zeigt sich die Welt entsetzt über die Trump/Infantino-Posse. Die FIFA ist am Abgrund.
Wenn man als deutscher Fußballfan dachte, in der Bundesliga habe man bereits alles gesehen, dann haben einen die letzten Tage bei der WM eines Besseren belehrt. Erst war da die von Schiri-Chef Pierluigi Collina neu geschaffene Schiedsrichter-Welt, die in dieser Form eine einzige Farce ist und das Potential hat, diese Weltmeisterschaft auf eine nie zuvor dagewesene Art und Weise nachhaltig (weiter) zu verfälschen. Und nun die Posse um die Zurücknahme der Sperre wegen einer roten Karte für den US-Spieler Folarin Balogun durch die FIFA.
Es fing vor wenigen Tagen schleichend an, dass die Fußballfans zu zweifeln begannen, als einige seltsame Schiri-Entscheidungen den Anhängern ihren geliebten Sport verhagelten. Während die Mannschaft aus Paraguay wie eine wildgewordene Horde von Stieren in der WM-Arena von Philadelphia wütete und nicht eine einzige gelbe Karte für ihr peinliches Gehaue und Gewüte kassierte, reichte im Spiel gegen Deutschland eine zarte Berührung des Torwarts von Paraguay, um den Treffer des DFB-Teams abzuerkennen. Was FIFA-Schiri-Boss Pierluigi Collina hier mit seiner Neuausrichtung des Spiels schon angerichtet hat, ist, gelinde gesagt, eine einzige Katastrophe für diesen Sport.
Balogun-Affäre „könnte richtig Druck geben für Infantino“
Denn man konnte als Freund dieses Spiels nur froh sein, dass der VAR wenigstens beim entscheidenden Elfmeter für Frankreich ein Einsehen hatte und sich meldete. Es wäre nicht auszudenken gewesen, wenn das Team von Paraguay noch ein weiteres Mal mit ihrer unwürdigen Spielweise die Chance auf ein Elfmeterschießen bekommen hätte. Die WM hätte einen weiteren großen Aufreger gehabt. Denn dass der VAR überhaupt eingriff, war alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Schließlich hatte Schiedsrichter Ilgiz Tantashev aus Usbekistan ganz nach der Vorgabe seines Chefs Pierluigi Collina erst einmal weiterlaufen lassen. Genau wie zuvor bei vielen ähnlichen Situationen mitten auf dem Feld.
Potential zur Spiel-Verfälschung ist Tür und Tor geöffnet.
Die FIFA spielte schon da mit dem Feuer. Denn die Hoffnung, dass bei dieser Weltmeisterschaft, auch durch den Einsatz von ganz viel Technik, endlich eine gerechtere Fußballwelt entstehen könnte, hatten die letzten Tage krachend zunichte gemacht. Auf dem Platz können sich die Spieler seitdem aufgrund der neuen Regeln nun noch weniger darauf verlassen, dass alles einen geordneten und stets nachvollziehbaren Gang geht. Denn noch viel stärker als früher liegt es nun in den unzähligen und nur scheinbar zu vernachlässigenden Klein-Szenen wie den Zweikämpfen im Ermessen des Schiedsrichters, ob er auf Foul oder Weiterspielen entscheidet.
Wie sich so etwas auswirken kann, hat man bei dieser Weltmeisterschaft beispielsweise bei dem nicht gegebenen Elfmeter für Deutschland gegen Ecuador gesehen, weil Leroy Sané in der vorherigen Angriffsszene ein Foul begangen hatte. Fast identische Szenen, beispielsweise bei der Partie von Österreich gegen Argentinien, waren nicht vom VAR beanstandet worden. Es scheint, dass die neue Regelauslegung von Schiri-Chef Pierluigi Collina auch dabei eine Rolle spielt. Dem Potential zur Spiel-Verfälschung ist seitdem Tür und Tor geöffnet.
Eingriffe rütteln an den Grundfesten des Sports
Für die Fußballfans weltweit stand da schon fest, dass auch diese Weltmeisterschaft es nicht schaffen wird, den Fußball endlich gerechter werden zu lassen. Schlimmer noch: Die neue Politik des Schiedsrichterbosses des Weltverbands FIFA hat dem Sport im Sinne der Objektivität und des unparteiischen Handelns bereits geschadet. Und nun kommt auch noch die fatale Entscheidung der FIFA im Falle des US-Spielers Folarin Balogun hinzu. Statt einer direkten Sperre setzt der Weltverband die Bestrafung zu einer Bewährung aus. Man muss es so deutlich sagen: Zusammen mit den seltsamen neuen Collina-„Gesetzen“ ist die FIFA gerade dabei, auf skandalöse Weise diese Weltmeisterschaft zu verfälschen.
Diese gravierenden Eingriffe in das Spiel rütteln an den Grundfesten dieses Sports. Was das für den weiteren Fortgang dieses Turniers bedeuten wird, kann man aktuell nur erahnen. Die Wunden für den Fußball allgemein sind jetzt bereits tief – und haben das Potential diesem wunderbaren Sport nachhaltig zu schaden. Was mit Collina begann, wird jetzt durch Infantino auf die Spitze getrieben. Die FIFA-Willkür verfälscht diese Weltmeisterschaft auf eine furchtbare Art und Weise.
Verwendete Quelle: ntv.de
