Nach einem Anschlag in Karachi greift Pakistan wieder Ziele in Afghanistan an. Dabei sollen Terroristen getötet worden sein. Die Taliban-Regierung sprach hingegen von Zivilisten und kündigte Vergeltung an.
Der Konflikt zwischen Pakistan und Afghanistan ist wieder aufgeflammt. Pakistanische Sicherheitskräfte hätten bei Bodeneinsätzen entlang der Grenze zu Afghanistan Extremisten attackiert und Angriffe auf Verstecke von Extremisten geflogen, erklärte Informationsminister Attaullah Tarar beim Kurzmitteilungsdienst X. Bei den nächtlichen Angriffen seien Terroristen getötet und Waffen- sowie Munitionsvorräte zerstört worden.
Afghanistan dagegen spricht von mindestens 36 getöteten Zivilisten, darunter seien auch Frauen und Kinder. Die Taliban-Regierung kündigte Vergeltung an. Die Außenministerien beider Staaten bestellten die diplomatischen Spitzenvertreter der anderen Seite ein.
Der Konflikt schwelt schon seit Monaten
Beide Länder sind seit Monaten in schwere Grenzkämpfe verwickelt, bei denen seit Ende Februar Hunderte Menschen ums Leben gekommen sind. In den vergangenen Wochen war es allerdings ruhig zwischen Afghanistan und Pakistan – bis am Wochenende bewaffnete Extremisten einen Anschlag im pakistanischen Karachi verübten. Dabei wurden drei Soldaten getötet.
Zu dem Angriff bekannte sich eine Abspaltung der pakistanischen Taliban. Pakistan wirft Afghanistan vor, extremistischen Gruppen Unterschlupf zu bieten, die tödliche Anschläge in Pakistan verüben.
