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Politik

7.000 Hektar verbrannt und 13 Tote bei Waldbrand in Spanien

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 13, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 13.07.2026 • 20:57 Uhr

Nach dem schweren Waldbrand in Andalusien ist die Ausbreitung des Feuers bei Almería gestoppt. Erste Anwohner kehren zurück in ihre Häuser. Regierungschef Sánchez verspricht bei seinem Besuch in der Region Mittel für den Wiederaufbau.

Von Anna Mundt, ARD-Studio Madrid

Asche und verbrannte Erde so weit das Auge reicht, dazwischen ausgebrannte Autos und verkohlte Häuser: Rund um die Gemeinden Los Gallardos und Bédar wird das Ausmaß der Zerstörung sichtbar. Anwohner Javier Jordan berichtet im spanischen Radio: Er habe eine Bar mit Aussichtspunkt und einer einst wundervollen Aussicht. Nun sei alles schwarz.

Etwa 500 Einsatzkräfte haben Tag und Nacht gegen die Flammen gekämpft: Feuerwehrleute, Soldaten und andere Helfer. Doch bei Temperaturen von mehr als 38 Grad und starken Winden verbrannten 7.000 Hektar.

Erste Todesopfer identifiziert

Die Anwohner sind fassungslos und schockiert von meterhohen Flammen, die den Himmel rot gefärbt haben, von der Angst um ihr Leben, um das ihrer Nachbarn und ihrer Haustiere.

Belgierin Lore van Moll wollte nur im Haus ihrer Eltern Urlaub machen – und musste stattdessen wie etwa 1.400 andere vor den Flammen fliehen. „Es ist beängstigend. Ständig hört man Geschichten darüber, was passiert ist – den Häusern, aber auch den Menschen“, sagt sie. „Da merkt man einfach, wie viel Glück man hatte, dass es einem körperlich gut geht und dass mit dem Haus alles okay ist.“

Die Region ist beliebt bei Touristen aus Großbritannien, Belgien und Frankreich. Viele leben auch permanent in der trockenen Hügellandschaft bei Almería. Es gibt Anhaltspunkte, dass sich unter den Todesopfern mehrere Ausländer befinden. Eine Britin starb am Wochenende in einem Krankenhaus in Almería, zwölf Menschen starben bereits in der Nacht zu Freitag nach dem Ausbruch des Feuers.

Der spanische Ministerpräsident Sánchez fordert politischen Pakt gegen die Klimakrise.

Sánchez verspricht Mittel für Wiederaufbau

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez besuchte die Region. Er würdigte die Arbeit der Einsatzkräfte und versprach Mittel für den Wiederaufbau. Sánchez forderte außerdem einen politischen Pakt gegen die Klimakrise: „Uns muss bewusst werden, dass sich das Klima verändert. Die Folgen der Klimakrise verschärfen sich – schlimmer, als es selbst Wissenschaftler in ihren Warnungen vorhergesagt haben.“

Die Brandursache werde man bald klären, versprach der Ministerpräsident. Die Polizei vermutet, dass eine abgerissene Stromleitung in völlig ausgetrocknete Vegetation gefallen sein und so das Feuer entfacht haben könnte.

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