Menü schließen
Verbraucherrat
  • Startseite
  • Über Uns
  • Kontakt
  • Aktuelle Warnungen
  • Nachrichten
  • Ratgeber
  • Betrugsmaschen
  • Beratung
  • Bildung
  • Politik
Facebook X (Twitter) Instagram
Facebook X (Twitter) Instagram
Verbraucherrat
  • Startseite
  • Über Uns
  • Kontakt
  • Startseite
  • Über Uns
  • Kontakt
  • Aktuelle Warnungen

    Altersnachweis für Erwachsene statt Social-Media-Verbot für Jugendliche

    Juni 11, 2026

    Nachhaltiger Aufschwung nur mit Verbraucher:innen

    Juni 9, 2026

    Leistungskürzungen sind keine Reformen | Verbraucherzentrale Bundesverband

    Juni 5, 2026

    Nahost-Krieg: Große Mehrheit spürt keine Entlastung

    Juni 4, 2026

    Verbraucherorganisationen legen europaweit Beschwerden gegen Google, Meta und TikTok ein

    Mai 21, 2026
  • Nachrichten

    Nur für tarifgebundene Betriebe: Bas-Entwurf: Aus des Acht-Stunden-Tags nur bei Ja der Arbeitnehmer

    Juni 18, 2026

    Bundestagsmandat fehlt noch: Deutsche Marine ist für möglichen Hormus-Einsatz im Roten Meer

    Juni 18, 2026

    Nato 3.0 soll kommen: Teilabzug des US-Militärs aus Europa tritt „umgehend in Kraft“

    Juni 18, 2026

    Kompromisse kaum denkbar: Das Ende des Achtstundentags: dringend notwendig oder völlig überflüssig?

    Juni 18, 2026

    Verbindliche Zinsangaben: Das sind die besten Ratenkredite für jedermann

    Juni 18, 2026
  • Ratgeber
  • Betrugsmaschen

    71 Mädchen im Tunnel: Keine Beweise für Entführung in Nyack

    Juni 18, 2026

    Vorsicht: Fake-Video zu Mbappé und Macron – Betrug entlarvt!

    Juni 18, 2026

    Trump und Iran: Keine Belege für 300 Milliarden Dollar

    Juni 18, 2026

    Weidel bei WM 2026? Fake-Bild entlarvt Fußball-Lüge!

    Juni 17, 2026

    Steht Deutschland kurz vor dem „Spannungsfall“?

    Juni 17, 2026
  • Beratung
  • Bildung

    Kontra: Social Media und Jugendliche – warum ein Verbot zu kurz greift | Bildung

    Juni 17, 2026

    Pro: Warum wir ein Social Media Verbot für Kinder brauchen | Bildung

    Juni 17, 2026

    Social Media bis 16 Jahre verbieten? So sehen das Erwachsene | Bildung

    Juni 11, 2026

    Soziale Medien: Nutzen und Risiken aus Sicht von Jugendlichen und Erwachsenen | Bildung

    Juni 11, 2026

    Zivilgesellschaft – stille Säule der Bildung in Deutschland | Bildung

    Mai 20, 2026
  • Politik

    EU-Gipfel: Zu viele schwierige Themen für nur einen Tag

    Juni 18, 2026

    Deutschland als Bremser beim Schutz vor Chinas Übermacht?

    Juni 18, 2026

    NATO-Generalsekretär Rutte: US-Streichpläne gelten ab sofort

    Juni 18, 2026

    Apple: KI-Boom treibt iPhone-Preise nach oben

    Juni 18, 2026

    Iran und USA: Wie es nach der Unterzeichnung des Abkommens weitergeht

    Juni 18, 2026
Verbraucherrat
Startseite»Betrugsmaschen»71 Mädchen im Tunnel: Keine Beweise für Entführung in Nyack
Betrugsmaschen

71 Mädchen im Tunnel: Keine Beweise für Entführung in Nyack

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 18, 2026Keine Kommentare6 Minuten Lesezeit
Facebook Twitter Pinterest LinkedIn Tumblr E-Mail
Teilen
Facebook Twitter LinkedIn Pinterest E-Mail

In sozialen Medien kursieren aktuell Videos über 71 Mädchen, die angeblich aus einem unterirdischen Tunnelsystem in New York gerettet worden seien. Die Beiträge stellen den Vorfall als rätselhaft dar und fragen, ob hier angeblich „mehr dahinterstecke“.

71 Mädchen im Tunnel: Keine Spur von Entführung

Dafür gibt es keinen belastbaren Nachweis. Nach den vorliegenden Berichten verlief sich eine Schulgruppe in Nyack im US-Bundesstaat New York bei einem Ausflug in einem Entwässerungstunnel und kam später wieder ans Tageslicht.

Es geht nicht um eine nachgewiesene Entführung, sondern um eine Verdachtsgeschichte: Aus einem gefährlichen Ausflug in einen Entwässerungstunnel wird durch Andeutungen eine Erzählung über angeblich verschwundene Kinder, geheime Tunnel und mögliche Vertuschung.

Was wirklich passiert ist

Was ist passiert?
71 Schülerinnen einer Schule aus Monsey gerieten bei einem Ausflug in einen großen Entwässerungstunnel in Nyack und verloren die Orientierung.

Wo war das?
In Nyack im US-Bundesstaat New York – nicht in Brooklyn.

Wann geschah der Vorfall?
Am 10. Juni 2026 während eines Schulausflugs.

Wer war betroffen?
Nach den Berichten handelte es sich um 71 Mädchen der Toras Emachu School aus Monsey. Die Schülerinnen besuchten überwiegend die 8. und 9. Klasse.

Waren alle vollzählig?
Ja. Alle 71 Mädchen konnten den Entwässerungstunnel eigenständig verlassen beziehungsweise wurden vor Ort lokalisiert. Niemand wurde als vermisst gemeldet.

Wie kamen die Mädchen in den Tunnel?
Nach den Berichten entdeckten sie im Nyack Memorial Park einen großen Regenwasserkanal und betraten ihn aus Neugier.

Wie weit liefen sie?
Die Gruppe bewegte sich rund 800 Meter durch das unterirdische Entwässerungssystem.

Wie wurden sie gefunden?
Polizei und Rettungskräfte wurden alarmiert, nachdem Mädchen an verschiedenen Stellen aus Gullys und Abflussöffnungen herauskamen.

Gab es Verletzte?
Es wurden keine schweren Verletzungen gemeldet. Einige Mädchen wurden wegen Erschöpfung oder leichter Beschwerden behandelt.

Wurden die Mädchen entführt?
Nein. Dafür gibt es keinerlei Hinweise.

Gab es ein geheimes Tunnelsystem?
Nein. Die offizielle Pressemitteilung des Orangetown Police Department beschreibt den Ort als „large drainage culvert“, also einen großen Entwässerungsdurchlass für Regenwasser. Nach Angaben der Polizei betraten die Schülerinnen diesen Kanal während eines Ausflugs im Memorial Park. Von einem geheimen Tunnelnetzwerk ist in der Mitteilung keine Rede.

Kein geheimer Tunnel in Brooklyn

Die wichtigste Verschiebung liegt im Ort und in der Sprache. Der Vorfall ereignete sich in Nyack, nicht in Brooklyn. Aus einem Entwässerungstunnel wird in den Beiträgen ein „unterirdisches Tunnelsystem“, was deutlich bedrohlicher klingt.

Ein Regenwasserkanal ist aber kein Beleg für ein geheimes Netzwerk. Viele Orte haben unterirdische Entwässerungsanlagen. Dass Jugendliche einen solchen Bereich betreten, ist gefährlich und kann verboten sein. Es beweist aber keine Entführung, keinen Menschenhandel und keine Vertuschung.

Auch die Verbindung zum Chabad-Lubawitsch-Fall in Brooklyn aus dem Jahr 2024 bleibt unbelegt. Das Video stellt diese Nähe über das Wort „Tunnel“ her, liefert aber keinen Nachweis für einen Zusammenhang.

Warum manche an Entführung glauben

Die Behauptung spricht Entführung nicht immer direkt aus. Sie legt sie nahe. Das geschieht durch Fragen wie: Warum waren so viele Mädchen im Tunnel? Wo waren die Lehrer? Warum kamen sie aus Gullys? Warum wirkten sie nicht panisch?

Solche Fragen erzeugen Verdacht, ersetzen aber keine Beweise. Für Menschen, die bereits an Erzählungen über geheime Tunnel, verschleppte Kinder, Menschenhandel oder rituelle Gewalt glauben, wirkt der Fall wie eine Bestätigung.

Mimikama-Club - Communitybereich fuer Steady-Unterstuetzer:innen

Sachlich ergibt die Entführungsdeutung keinen Sinn. Die Mädchen waren als Schulgruppe unterwegs, kamen selbstständig wieder heraus, wurden gezählt und niemand wurde als vermisst gemeldet. Es gibt keinen Hinweis auf Täter, Zwang, Festhalten oder einen kriminellen Zweck.

Die Kommentare zeigen die Aufladung

Unter dem Beitrag kippt die Diskussion deutlich in antisemitische und verschwörungsideologische Muster. In Kommentaren werden ohne belastbaren Nachweis Juden, Zionisten, Israel, angebliche Rituale, Epstein und weitere Feindbilder mit dem Vorfall verknüpft. Mehrere Kommentare enthalten offene antisemitische Aussagen wie „Das Problem der Welt sind die Juden und Israel“, „Die Juden mal wieder“ oder „Israel = Satan“.

Die religiöse Zugehörigkeit der Mädchen wird damit zum Ausgangspunkt unbelegter Verdächtigungen. Diese Zuschreibung ist nicht Teil der Faktenlage. Sie ist Teil der Behauptung.

Fragen ersetzen keine Beweise

Der Vorfall wirft berechtigte Fragen zur Aufsicht und zur Sicherheit des Entwässerungstunnels auf. Warum eine Schulgruppe in einen solchen Bereich gelangen konnte, ist eine nachvollziehbare Frage.

Daraus folgt aber nicht, dass Kinder verschwunden waren oder ein geheimes Tunnelnetzwerk existiert. Ein realer Vorfall kann gefährlich, fahrlässig oder schlecht organisiert gewesen sein, ohne dass daraus ein Verbrechen wird.

FAQ zum Thema Nyack-Tunnel und 71 Mädchen

Wurden 71 Mädchen aus einem geheimen Tunnelsystem gerettet?

Nein, dafür gibt es keinen Beleg. Nach den vorliegenden Berichten verlief sich eine Schulgruppe in einem Entwässerungstunnel in Nyack und kam wieder ans Tageslicht.

Gab es eine Entführung der Mädchen?

Nein, eine Entführung ist nicht belegt. Die Berichte beschreiben einen unüberlegten und gefährlichen Ausflug in einen Entwässerungsdurchlass.

Waren die Mädchen verschwunden?

Nein, nicht im Sinne einer Entführung oder eines ungeklärten Verschwindens. Sie hatten in einem Entwässerungstunnel die Orientierung verloren, wurden lokalisiert und kamen wieder heraus.

Warum waren die Mädchen in dem Tunnel?

Nach den Berichten betraten sie den Durchlass aus Neugier während eines Ausflugs im Nyack Memorial Park. Der Ausflug war laut Berichten nicht bei der Gemeinde angemeldet oder genehmigt.

Gibt es eine Verbindung zum Brooklyn-Tunnel von 2024?

Nein, eine solche Verbindung ist nicht belegt. Das virale Video stellt diese Nähe über das Thema „Tunnel“ her, liefert aber keinen Nachweis für einen Zusammenhang.

Warum wird der Fall antisemitisch kommentiert?

Weil die Mädchen als jüdisch beziehungsweise orthodox-jüdisch beschrieben werden und der Vorfall dadurch in bestehende antisemitische Erzählmuster gezogen wird. In den Kommentaren werden ohne Belege Juden, Zionisten, Israel und Epstein mit dem Vorfall verknüpft.

MEDIA

New York Post

11. Juni 2026

MEDIA

News 12 Westchester

o. D.

Du hast diesen Fall jetzt geprüft gesehen.
Aber täglich fallen Tausende auf solche Maschen herein – oft Menschen, die du kennst.
Wir prüfen jeden Tag neue Fälle. Damit weniger Leute darauf reinfallen.

Was passiert, wenn solche Inhalte nicht erkannt werden?

💸BetrugMenschen verlieren Geld – oft ohne es sofort zu merken.

🧠ManipulationMeinungen werden gezielt verzerrt – auf Basis falscher Fakten.

📢MassenverbreitungMillionen sehen falsche Inhalte – und teilen sie weiter.

Seit über 15 Jahren. Unabhängig. Ehrenamtlich.

Tom Wannenmacher bei Mimikama, engagiert in der Aufklärung.

Tom Wannenmacher

Tom Wannenmacher ist Gründer und Chefredakteur von Mimikama, Österreichs führender Faktencheck-Organisation. Seit 2011 kämpft er gegen Desinformation und Internetbetrug.

Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise)

Teilen. Facebook Twitter Pinterest LinkedIn Tumblr E-Mail
Dr. Heinrich Krämer
  • Webseite

Ähnliche Beiträge

Vorsicht: Fake-Video zu Mbappé und Macron – Betrug entlarvt!

Juni 18, 2026

Trump und Iran: Keine Belege für 300 Milliarden Dollar

Juni 18, 2026

Weidel bei WM 2026? Fake-Bild entlarvt Fußball-Lüge!

Juni 17, 2026
Kommentar hinterlassen Antwort abbrechen

Top-Beiträge

„Moby Dick“: Vor 60 Jahren: Belugawal im Rhein gesichtet

April 29, 20264 Aufrufe

Was eine Zuckerabgabe bringen könnte

April 29, 20264 Aufrufe

„Inflationszahlen sind Warnsignal“ | Verbraucherzentrale Bundesverband

April 29, 20263 Aufrufe

Kommentar zur Gesundheitsreform: Gerecht sieht anders aus

April 29, 20263 Aufrufe
Folgen Sie uns
  • Facebook
  • Twitter
  • Pinterest
  • Instagram
  • YouTube
  • Vimeo

Abonnieren Sie Updates

VerbraucherRat GmbH
Hohenzollernring 56
50672 Köln

Telefon: +49 221 16847392-0
Telefax: +49 221 16847392-99
E-Mail: info@verbraucherrat.com
Web: www.verbraucherrat.com

Geschäftszeiten
Montag – Freitag: 09:00 – 18:00 Uhr

Menu
  • Startseite
  • Über Uns
  • Kontakt
  • Aktuelle Warnungen
  • Nachrichten
  • Ratgeber
  • Betrugsmaschen
  • Beratung
  • Bildung
  • Politik
Institutionell
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Hinweis / Haftungsausschluss
  • Cookie-Manager
  • Nutzungsbedingungen
  • Werbefrei lesen
  • Einwilligung widerrufen
  • Mediadaten
  • Abo kündigen
  • Barrierefreiheitserklärung
  • Hilfe
© 2026 VerbraucherRat. Alle Rechte vorbehalten.
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Hinweis / Haftungsausschluss
  • Cookie-Manager
  • Nutzungsbedingungen
  • Werbefrei lesen
  • Einwilligung widerrufen
  • Mediadaten
  • Abo kündigen
  • Barrierefreiheitserklärung
  • Hilfe

Tippen Sie oben und drücken Sie Enter zum Suchen. Drücken Sie Esc zum Abbrechen.