Komplizierter WM-Modus
Spanische Blamage bringt DFB-Elf in günstige Lage
Spaniens Nullnummer zum WM-Start gegen Fußball-Zwerg Kap Verde wirkt sich auch auf die deutsche Nationalmannschaft aus. Die DFB-Elf kann schon im zweiten Gruppenspiel die K.-o.-Runde klarmachen.
Das 0:0 zwischen Europameister Spanien und WM-Neuling Kap Verde wirkt sich auch auf die deutsche Nationalmannschaft aus. Durch das Remis der Iberer steht fest, dass die DFB-Elf mit einem Sieg am Samstag (22.30 Uhr/ZDF und MagentaTV sowie im ntv.de-Liveticker) in Toronto gegen die Elfenbeinküste (zum Auftakt 1:0 gegen Ecuador) schon sicher die K.-o.-Runde bei der Fußball-WM erreicht.
Der Grund hierfür ergibt sich aus den FIFA-Regularien für die XXL-WM in den USA, in Kanada und Mexiko, an der erstmals 48 Teams in zwölf Gruppen teilnehmen. In die Zwischenrunde (Sechszehntelfinale) mit 32 Teams ziehen auch die acht besten Gruppendritten ein.
Durch die bisherigen Unentschieden in den Gruppen B, C, F und H können die Dritten dieser Gruppe nicht mehr auf sechs oder mehr Zähler kommen. Deutschland hätte mit einem Sieg gegen die Elfenbeinküste sechs Zähler und mindestens den dritten Platz in der Gruppe E sicher – unabhängig von allen anderen Resultaten.
Grenzenloser Jubel von Kap Verde nach Schlusspfiff
Drei Punkte und das Déjà-vu ist ausgeschlossen
Sollte der erhoffte Gruppensieg oder Platz zwei nicht gelingen, wäre die Auswahl von Bundestrainer Julian Nagelsmann im schlechtesten Fall einer der acht Gruppendritten, die im Turnier verbleiben. Ein erneuter Vorrunden-K.-o. wie 2018 und 2022 wäre ausgeschlossen.
Diese Rechnung gilt auch für einen Sieg im abschließenden Gruppenspiel am 25. Juni (22.30 Uhr/ARD und MagentaTV und im ntv.de-Liveticker) in East Rutherford gegen Ecuador. Allerdings ist nach dem 7:1-Sieg gegen Curaçao die Gefahr eines ganz frühen Scheiterns ohnehin nur noch gering. Sehr wahrscheinlich werden sogar drei Punkte und eine klar positive Tordifferenz für das Weiterkommen reichen.
Verwendete Quellen: ntv.de, mar/dpa
